Dax: Leitindex kommt nach verhaltenem Start etwas in Schwung – Fraport verkraftet abnehmende Passagierzahlen sehr gut – LVMH weiter gut unterwegs

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Dax: Leitindex kommt nach verhaltenem Start etwas in Schwung – Fraport verkraftet abnehmende Passagierzahlen sehr gut – LVMH weiter gut unterwegs

Der deutsche Aktienmarkt ist aufgrund von Inflationssorgen mit moderaten Verlusten in den Handel am Mittwoch gegangen. Der Dax sank in den ersten Handelsminuten um 0,15 Prozent auf 15 021,04 Punkte. Danach schaltete das Börsenbarometer allerdings einen Gan höher und liegt mittlerweile gut 0,3 Prozent im Plus und kratzt an der Marke von 15.200 Punkten. Das gleiche Bild sehen wir auch im MDax. Der Index der mittelgroßen Börsenwerte verlor zu Handelsbeginn 0,41 Prozent auf 33 228,93 Zähler und liegt mittlerweile 33.676 Punkten 0,16 Prozent im Plus.

Inflationssorgen werden langsam ausgeblendet

Gestiegene Energiepreise heizen die Inflation in Deutschland weiter an. Erstmals seit knapp 28 Jahren überschritt die Jahresteuerungsrate im September die Vier-Prozent-Marke. Die Verbraucherpreise kletterten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent. Gegenüber dem August blieben die Verbraucherpreise im September unverändert.

Fraport: Passagieraufkommen schwächt sich ab 

Am Frankfurter Flughafen hat sich das Passagiergeschäft nach dem Ende der Sommerferien wieder etwas abgeschwächt. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte im September rund 3,1 Millionen Fluggäste und damit rund 169 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie er am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Im August hatte das Unternehmen an Deutschlands größtem Airport indes knapp 3,4 Millionen Passagiere gezählt und damit so viele wie in keinem anderen Monat seit Beginn der Corona-Krise. Im September lag das Fluggastaufkommen nun immer noch 54 Prozent niedriger als vor der Pandemie im September 2019.

Das Cargo-Geschäft brummte unterdessen weiter: Das Aufkommen an Fracht und Luftpost legte im Vergleich zu September 2020 um gut 13,5 Prozent auf 184 558 Tonnen zu.

Dem Passagiergeschäft hatte Fraport-Chef Stefan Schulte Anfang September bereits einen „schwierigen Winter“ vorausgesagt. Für das laufende Jahr rechnet er in Frankfurt insgesamt mit „unter 20 bis 25 Millionen“ Fluggästen. 2020 war das Aufkommen auf weniger als 19 Millionen eingebrochen, nachdem der Flughafen 2019 mit mehr als 70 Millionen Passagieren ein Rekordjahr verzeichnet hatte.

Die Fraport-Papiere liegen eine Stunde nach Handelsstart leicht im Plus

LVMH profitiert besonders im Modebereich

Der französische Luxusgüterkonzern hat sich im Sommer weiter von den Einschlägen der Corona-Krise erholt. Auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Währungskurse lag der Umsatz im dritten Quartal mit 15,5 Milliarden Euro rund elf Prozent höher als vor der Pandemie zwei Jahre zuvor, wie das Unternehmen mit Marken wie Moët Hennessy und Louis Vuitton am Dienstagabend in Paris mitteilte. Im Vergleich zum pandemiegeprägten Sommer 2020 belief sich der Zuwachs auf 20 Prozent. Besonders stark legten die Einnahmen des EuroStoxx-50-Schwergewichts LVMH im Geschäft mit Mode und Lederwaren zu. Das Management rechnet nun mit einer Fortsetzung des jüngsten Wachstumstrends.

Hypoport wächst nicht mehr so stark 

Beim Finanzdienstleister hat sich das Geschäftswachstum bei der Kreditvermittlung weiter deutlich abgeschwächt. Auf Europace, der hauseigenen Plattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, wuchs im dritten Quartal das Transaktionsvolumen im Jahresvergleich nur noch um 2,2 Prozent auf gut 24,1 Milliarden Euro, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im ersten Quartal hatte der Zuwachs noch fast 30 Prozent und im zweiten Quartal fast 20 Prozent betragen. Auch im größten Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung ging das Wachstum im dritten Quartal zurück.

Unternehmenschef Ronald Slabke zeigte sich mit dem Geschäftsverlauf dennoch zufrieden. „Wir konnten in nur leicht wachsenden oder sogar leicht rückläufigen Gesamtmärkten die Volumen unserer B2B-Plattformen deutlich steigern“, sagte er mit Blick auf die ersten neun Monate des Jahres.

Die Papiere verlieren etwas weniger als 2 Prozent aktuell.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: Papin Lab/shutterstock.com

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