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Dax stürzt unter 12.900 Punkte – US-Börsen schwächeln weiter

onvista

Kursverluste prägen das Bild am deutschen Aktienmarkt. Nachdem an der Wall Street die Kurse meist nachgaben, notiert auch der Dax deutlich im Minus.

Dax stürzt unter 12.900 Punkte – US-Börsen schwächeln weiter

Schwache Börsenvorgaben aus Übersee drücken den Dax am Mittwoch wieder deutlich unter die viel beachtete 13.000-Punkte-Marke. Zu Handelsbeginn notierte der deutsche Leitindex mehr als 1 Prozent unter dem gestrigen Schlussstand bei unter 12.900 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte ebenfalls einen schwachen Auftakt. Beide Indizes hatten zu Wochenbeginn ihre deutlichen Verluste vom Freitag ausgebügelt, waren anschließend aber kaum von der Stelle gekommen.

“Nach der Rally gönnt sich der Markt eine Verschnaufpause”, kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader bereits den gestrigen Handelsverlauf. Da war der Dax nach einer Berg- und Talfart mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 13.049 Punkten aus dem Handel gegangen.

Wall Street schwächelt weiter

In den USA haben die Aktien am Dienstag erneut keinen Schwung aufnehmen können. Nach einem verheißungsvollen Handelsstart waren die Kurse kontinuierlich abgebröckelt. Der Dow Jones Industrial gab seine zwischenzeitlichen Gewinne rasch wieder ab und weitete dann seine Verluste aus. Am Ende stand für den Dow ein Minus von 0,5 Prozent auf 24.181 Punkten.

Auch der marktbreite S&P 500 schloss mit Verlusten, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 nur hauchdünn im Plus schließen konnte. Der S&P sank am Dienstag um 0,4 Prozent auf 2630 Punkte. Der Nasdaq 100 ging bei 6265 Zählern mit einem Plus von 0,02 Prozent ins Ziel. An Asiens Börsen dominierten zuletzt ebenfalls deutlich negative Vorzeichen, womit auch von dort für den deutschen Aktienmarkt kein Rückenwind zu erwarten ist.

Nicht rauf und nicht runter

Bereits seit Mitte November ist der Dax in einer Spanne von 12.800 bis 13.200 Punkten gefangen. “Die institutionellen Anleger haben die Bücher für dieses Jahr überwiegend schon geschlossen”, sagte ein Händler. Nach einer Dax-Rally von fast 14 Prozent seit Jahresbeginn sei diese außerordentlich gute Entwicklung nun “eingebucht”. Das habe zur Folge, dass in den noch verbleibenden Handelstagen zunehmend “das unstete, schnelle Geld” das Börsengeschehen dominieren dürfte, fügte der Händler hinzu. Größere Kursausschläge seien also nicht ausgeschlossen.

Im weiteren Tagesverlauf könnten noch Zahlen zu den Auftragseingängen bei der deutschen Industrie sowie zum US-Arbeitsmarkt für Impulse sorgen. Außerdem will die EU-Kommission ihre lang erwarteten Vorschläge zur Weiterentwicklung der Währungsunion vorlegen, durch die der Euroraum sowie die gesamte EU langfristig widerstandsfähiger gegen künftige Finanzkrisen werden sollen. Am Nachmittag könnte der November-Bericht zur Entwicklung der US-Beschäftigung im privaten Gewerbe für Bewegung sorgen. Er gilt als Indikator für den weitaus wichtigeren offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag.

Aktie im Sinkflug

Am deutschen Aktienmarkt stand der Kurssturz beim Möbelhändler Steinhoff im Fokus. Nach dem am Vorabend angekündigten Rücktritt von Vorstandschef Markus Jooste und der Untersuchung von Unregelmäßigkeiten durch die Prüfungsgesellschaft PwC sagte das Unternehmen die Vorlage der eigentlich angekündigten, ungeprüften vorläufigen Kennziffern für das vergangene Geschäftsjahr ab.

Ein drohender langwieriger Rechtsstreit in den USA um den Gerinnungshemmer Xarelto setzte indes Bayer unter Druck: Zum Handelsstart verloren die Titel des Pharmakonzerns deutlich. Ein Händler nannte das Urteil einer Jury in Philadelphia, die einer Frau insgesamt fast 28 Millionen US-Dollar zugesprochen hatte, ein “neues Damoklesschwert”. Angesichts des enorm hohen Umsatzes des Medikaments sei die Entscheidung ein schwerer Schlag für die Leverkusener. Sie wollen gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.

Die Titel von Delivery Hero büßten stark ein, nachdem der Essenslieferant angekündigt hatte, sich am Kapitalmarkt frisches Geld für mögliche Übernahmen verschaffen zu wollen. Der Zeitpunkt für eine solche Maßnahme bereits wenige Monate nach dem Sprung aufs Parkett sei “recht ungewöhnlich”, merkte ein Börsianer an.

onivsta/dpa-AFX
Foto: Deutsche Börse

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