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Der bessere Kauf: Nel- gegen die Ballard-Power-Systems-Aktie

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Der bessere Kauf: Nel- gegen die Ballard-Power-Systems-Aktie

Viele Jahre lang lag die Wasserstoffindustrie im Dornröschenschlaf. Zudem wurden über Jahrzehnte die negativen Folgen von schädlichen Klimagasen ignoriert, weil die Natur sie weitestgehend kompensieren konnte. Mit den zunehmenden und immer stärker werdenden Naturkatastrophen muss die Menschheit nun aber langsam umdenken, um die sogenannten Kipppunkte der Natur zu verhindern.

Nel und Ballard Power Systems-Aktien sind zwei Werte aus dem Wasserstoffsektor, die derzeit von diesen Umwälzungen profitieren. Doch welcher Wert könnte die bessere Wahl sein, wenn man sich entscheiden müsste?

Geschäftsaufstellung

Ballard Power Systems existiert schon seit 1979, ist in Kanada beheimatet und auf die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von Brennstoffzellen fokussiert. Diese werden zunehmend nicht nur für die umweltfreundliche Mobilität (Busse, Autos, Bahnen, Lkws, Gabelstapler, Drohnen), sondern auch für Notstromversorgungssysteme, in der Schifffahrt oder auch in Haushalten zur Wärmeproduktion benötigt. Regional ist Ballard Power derzeit in China, Deutschland und den USA mit 32,2, 29,7 beziehungsweise 24,3 % Umsatzbeitrag (2018) am stärksten aufgestellt.

Nel dagegen stammt aus Norwegen und hat sein Geschäft um die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff herum aufgebaut. Dazu gehören Wasserstofftankstellen, Elektrolyseure zur H2-Produktion sowie Speicher und Verteilungslösungen.

Damit profitiert es nicht nur von der Umrüstung der Mobilität, sondern auch vom Wasserstoffeinsatz in allen anderen Industriebereichen. So ist bereits heute ein starker Bedarf zur Speicherung von erneuerbarer Energien und zur CO2-freien Industrieproduktion absehbar. Nel ist derzeit hauptsächlich in Europa und Nordamerika mit 21,2 beziehungsweise 66,9 % Umsatzanteil (2018) vertreten.

Das norwegische Unternehmen ist also etwas breiter aufgestellt und profitiert deshalb von vielen Anwendungsmöglichkeiten des Wasserstoffs. Deshalb sehe ich in diesem Punkt Nel im Vorteil.

Bisherige Geschäftsentwicklung

Ballard Power konnte bisher weniger vom Wasserstoffboom profitieren als gedacht. So ist der Umsatz im Zeitraum 2009 bis 2018 gerade einmal von 47 auf 97 Mio. US-Dollar gestiegen, während auf der Ergebnisseite nur Verluste erwirtschaftet wurden. Die Bilanz ist mit etwa 76,6 % Eigenkapital aber weiterhin gut ausgestattet.

Bei Nel kam die Entwicklung erst 2014 richtig in Schwung, dafür aber umso stärker. So stieg der Umsatz seitdem bis 2018 von 12 auf 453 Mio. Norwegische Kronen. Aber auch hier werden bisher nur Verluste eingefahren, was natürlich die Gefahr für zukünftige Kapitalerhöhungen vergrößert. Derzeit ist die Bilanz mit über 79 % Eigenkapital gut aufgestellt.

Die Dynamik der Geschäftsentwicklung spricht also derzeit eindeutig für Nel.

Prognosen und Aussichten

Dass an der Börse immer nur die Zukunft gehandelt wird, siehst du auch an der aktuellen Kursentwicklung der Ballard-Power-Systems-Aktie. So ist der Wert vom Tief im Dezember 2018 um über 132 % (17.09.2019) gestiegen, obwohl der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 um 15 % gefallen ist und der Verlust sogar von 9,8 auf 19 Mio. US-Dollar ausgeweitet wurde.

Ballards Aussichten hellen sich aber aufgrund eines China-Gemeinschaftsunternehmens mit Weichai Power und der Teilnahme am europäischen H2Bus-Konsortium, das bis 2023 über 1.000 Wasserstoffbusse auf die Straßen bringen möchte, deutlich auf. So stiegen im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr die Aufträge von 76 auf 126,7 Mio. US-Dollar.

Zudem hat China angekündigt, in der Wasserstofftechnologie weltweit führend zu werden, und subventioniert diese Entwicklung entsprechend, wovon Ballard Power über die kommenden Jahre profitieren sollte. Weichai Power ist bereits mit knapp 20 % an Ballard beteiligt, weshalb auch eine Übernahme früher oder später nicht ausgeschlossen ist. Die Aussichten werden hier also positiver.

Auch Nel gewinnt derzeit einen Kunden nach dem anderen, sodass sich der Auftragsbestand bei 568 Mio. Norwegischen Kronen auf Rekordhoch befindet. Und betrachtet man die unendlichen Wasserstoffeinsatzmöglichkeiten, wird dies sicherlich noch eine Weile so bleiben. Nel möchte sogar bald Gewinne einfahren und würde so für noch mehr Investoren interessant werden.

In diesem Punkt endet das Duell unentschieden.

Insgesamt hat also Nel derzeit die Nase vorn, was aber nicht heißt, dass Ballard-Power-Systems-Aktien aufgrund der positiven Aussichten nicht noch weiter steigen könnten.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2019

Foto: Van Hool NV

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21.10.2019, 22:00, Nasdaq

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