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Die 10 Überraschungen im neuen Jahr

Der onvista-Börsenfuchs
Die 10 Überraschungen im neuen Jahr

Hallo Leute! Er ist noch ein ganzes Stück älter als der alte Börsenfuchs - Dr. Martin Hüfner. Ich kenne ihn noch aus seiner Tätigkeit als Chefvolkswirt bei der Bayerischen Vereinsbank und der HypoVereinsbank in München. Seit April 2009 ist er Chefvolkswirt der Assenagon-Gruppe. Hüfner trägt immer um diese Jahreszeitzeit zehn „Überraschungen des kommenden Jahres” zusammen. Die Spielregeln sind unverändert und werden nicht nach der Wahrscheinlichkeit ihres Eintreffens gewählt. Sie sind mehr oder weniger willkürlich, geben auch kein widerspruchsfreies Bild wider. Sie wollen nur zeigen, was alles passieren könnte, im Jahr 2018 und danach.

Beachtlich: Bei den gesamtwirtschaftlichen Vorhersagen für 2017 ist vieles so eingetroffen wie erwartet. Aber auch unabhängig davon ist Hüfners Liste im Kreis der Experten sehr gefragt. Hier die zehn Punkte kurz zusammengefasst:

1. Die Europäische Zentralbank wehrt sich nicht mehr gegen die neue Währung Bitcoin. Sie beteiligt sich im Gegenteil an der Errichtung zentraler Handelsplätze für Bitcoins und bietet Inhabern des digitalen Geldes spezielle Wallets zum Aufbewahren an.

2. Brexit macht Schule. Wie Großbritannien sind auch Polen, die Tschechische Republik, Ungarn und andere vor allem am Binnenmarkt mit freiem Handel und Kapitalverkehr interessiert, nicht aber an der Mitgliedschaft in der EU. So kommt die Idee auf, Europa in eine wirtschaftliche und eine politische Union zu trennen. Die Mitglieder in der politischen Gemeinschaft schließen sich enger zusammen. Der Euro wird gestärkt.

3. Die Macron’schen Reformen beginnen zu wirken. Frankreich überholt Deutschland beim Wachstum. In Südeuropa setzt ein Umdenken ein. Man muss nicht aus der EU austreten, um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überwinden.

4. Die starken Preissteigerungen bei Flugreisen, die es nach der Pleite von Air Berlin gab, führen zu Überlegungen, den Luftverkehrsmarkt zu öffnen. Es soll auch nicht-europäischen Airlines erlaubt werden, innerdeutsche Strecken anzubieten. Das würde den Wettbewerb erheblich verschärfen und die Preise unter Druck bringen.

5. Umdenken in Sachen Demografie, nachdem die Geburtenrate in Deutschland auf den höchsten Stand seit 35 Jahren gestiegen ist. Es ist doch nicht so sicher, dass die deutsche Gesellschaft immer älter wird. Es werden noch mehr Kindergärten und Schulen gebraucht.

6. US-Präsident Trump gewinnt weltweit an Zustimmung. Er gilt zwar immer noch als unberechenbar mit einem starken Hang nach rechts. Was aber positiv ist, ist, dass er die eingefahrenen Denkmuster in der nationalen und internationalen Politik in Frage stellt.

7. Der GAU der Ökonomen tritt ein. Die Konjunktur stürzt ab, gleichzeitig steigen Löhne und Inflation. Die Zentralbanken haben keine Munition, die wirtschaftliche Aktivität zu stabilisieren. Die Fiskalpolitik muss die aktive Rolle übernehmen. Die Staatsverschuldung steigt. Absturz der Aktien. Anstieg der langfristigen Zinsen und der Credit Spreads. Die Zinskurve wird steiler. Revival der Eurokrise?

8. Das Scheitern der separatistischen Bewegungen in Schottland und Katalonien führt zu einer neuen Strategie in den Regionen. Sie wenden sich nicht mehr gegen die nationalen Regierungen, sondern schließen sich auf europäischer Ebene zusammen zum Aufstand gegen den Zentralismus.

9. Umbruch in der deutschen Politik. Nach dem Jamaika-Aus scheitert die FDP bei der Landtagswahl in Bayern an der 5 %-Hürde. Parteichef Lindner tritt zurück. Auch in der Union rumort es. Angela Merkel tritt Ende des Jahres zurück. Sie bewirbt sich um die Nachfolge von Donald Tusk, dem Ratspräsidenten der EU. Seine Amtszeit läuft Ende 2019 aus.

10. Crash auf dem Goldmarkt. Die Europäischen Zentralbanken beschließen, ihre Goldbestände wegen der ungenügenden Renditen in den letzten Jahren zu verkaufen. Der Goldpreis stürzt ab. Der Euro wird schwächer. Zum Ausgleich der restriktiven Effekte der Goldverkäufe erwerben die Europäer - nach dem Vorbild der japanischen und der Schweizer Notenbank - Aktien.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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Expertenprofil
Der onvista-Börsenfuchs

Hermann Kutzer ist der dienstälteste journalistische Finanzmarktbeobachter in Deutschland: Seit mittlerweile 49 Jahren beobachtet er die nationalen Börsen und internationalen Wertpapier- und Rohstoffmärkte. Davon war er gut drei Jahrzehnte lang für die Verlagsgruppe Handelsblatt tätig, zuletzt als Chefredakteur des Monatsmagazins „DMEuro“.

Seit 2007 bietet der Routinier seine Erfahrung freiberuflich an: Analysen und Kolumnen, TV-Kommentare, Vorträge, Moderationen und Kommunikationsberatung. Nach seinem Hörbuch „Verstehen Sie Börse!“ (Finanzbuch Verlag, 2008) erschien im Frühjahr 2012 als Kutzers Manifest im Börsenbuchverlag „Vom Raubtierkapitalismus zur Planwirtschaft?“ Zu seinem umfangreichen Web-Auftritt gehört seit einiger Zeit „Kutzers Marktplatz“ mit Beiträgen über die unterschiedlichsten Anlagemöglichkeiten. Außerdem ist im Frühjahr 2013 der neue Internet-Kanal KUTZER-TV auf Sendung gegangen.

Der Journalist und Publizist engagiert sich seit Jahrzehnten für die privaten Anleger und in diesem Zusammenhang für die Weiterentwicklung der Aktienkultur. Er betrachtet es als seine vorrangige Aufgabe, die Vermittlung von Wissen über die Zusammenhänge des Sparens und Anlegens zu unterstützen. Dabei ist der „Marktmensch“ ein bekennender Marktwirtschaftler, der mit großer Skepsis die zunehmende Regulierung der Märkte durch die Politik auf nationaler und europäischer Ebene betrachtet.

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