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EY-Studie: Gewinnwarnungen 2018 auf Rekordstand – „Indiz für Konjunkturabkühlung“

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EY-Studie: Gewinnwarnungen 2018 auf Rekordstand – „Indiz für Konjunkturabkühlung“

2019 haben wir schon wieder einige Prognosekürzungen serviert bekommen. Aus der Dax-Familie hat zuletzt Leoni ordentlich auf die Bremse getreten und ist dafür erheblich bestraft worden. Im vergangenen Jahr gab es auch zahlreichen Gewinnwarnungen und Prognosekürzungen und zwar so viele wie nie zuvor. Das zeigt jetzt eine Studie von Ernst & Young, die seit 2011 regelmäßig durchgeführt wird.

Handelsstreit macht sich deutlich bemerkbar

Deutschlands börsennotierte Unternehmen bekommen einer Studie zufolge die Konjunkturabschwächung und internationale Handelskonflikte zunehmend zu spüren. Im vergangenen Jahr hätten 34 Prozent der 309 Firmen aus dem Prime Standard (Dax, M-,S- und TecDax), für den besonders strenge Vorschriften gelten, ihre Umsatz- oder Gewinnprognose mindesten einmal nach unten geschraubt, hieß es in einer Analyse des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY. Die Gesamtzahl der negativen Korrekturen habe sich damit um 55 Prozent auf den Rekordwert von 144 erhöht. Dies sei ein Indiz für eine sich weiter abkühlende Konjunktur, sagte EY-Experte Marc Förstemann.

Erstmals seit 4 Jahren überwiegen wieder die negativen Abweichungen

Zwar stieg zugleich die Zahl Revisionen nach oben. Die Unternehmen übertrafen 138 Mal die selbst gesteckten Ziele. Erstmals seit dem Jahr 2014 wurden aber wieder mehr negative als positive Abweichungen registriert. „Wir sehen in einigen Branchen und Regionen nach wie vor eine gute bis sehr gute Entwicklung – gleichzeitig nehmen aber die Warnsignale zu“, erläuterte Förstemann. Die Risiken stiegen sowohl in Europa als auch auf wichtigen Auslandsmärkten wie China.

Autobranche ganz weit vorne

Nach unten zeigte der Trend im vergangenen Jahr vor allem für Unternehmen aus den Branchen Handel und Autoindustrie: 83 Prozent der Groß- und Einzelhändler kassierten demnach ihre Prognose, bei den Autoherstellern und -zulieferern waren es 75 Prozent. Sechs von zehn Immobilienunternehmen setzten ihre Erwartungen dagegen herauf, Korrekturen nach unten gab es in der Branche nicht.

Je größer der Konzern, desto schlechter die Lage

Besonders häufig schraubten Großkonzerne mit Milliardenumsätzen ihre Prognosen nach unten. International tätige und breit aufgestellte Unternehmen hätten in den vergangenen Jahrzehnten besonders von der Globalisierung profitiert, erläuterte EY-Experte Martin Steinbach. „Gerade diese Konzerne leiden nun unter der angespannten geopolitischen Lage, neuen Handelsschranken und potenziellen Unterbrechungen der Lieferketten.“ Steinbach verwies unter anderem auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China und die Unwägbarkeiten des Brexits.

Onvista/dpa-AFX

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Foto: worradirek / Shutterstock.com

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