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Leoni: Aktie immer mehr in Richtung Allzeittief unterwegs – Analyst zu Q2-Zahlen: „Cash-Vernichtung geht weiter“

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Leoni: Aktie immer mehr in Richtung Allzeittief unterwegs – Analyst zu Q2-Zahlen: „Cash-Vernichtung geht weiter“

Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist Leoni hat die Flaute der Autoindustrie im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen und erneut Geld verloren. Unter dem Strich verbuchte Leoni einen Verlust von 44 Millionen Euro nach einem Plus von 41 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das SDax-Unternehmen am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Im ersten Geschäftsquartal hatte Leoni bereits ein Minus geschrieben.

Beim Free Cashflow sieht es fatal aus

Das schwache Marktumfeld habe die Umsatz- und Ergebnisentwicklung belastet, teilte der Autozulieferer weiter mit. Sowohl die Kabel- als auch die Bordnetzsparte waren von den Problemen deutlich betroffen. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 30 Millionen Euro, nach einem positiven operativen Ergebnis in Höhe von 62 Millionen Euro im zweiten Quartal des Vorjahres. Der Umsatz sank wegen der schwachen Lage bei den Kunden aus der Autoindustrie um 6 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Auch beim freien Barmittelzufluss sieht es schlecht aus. Er war mit minus 72 Millionen Euro deutlich negativer als im Vorjahr, als ein Minus von 29 Millionen Euro zu Buche stand. Der freie Barmittelzufluss (Free Cashflow) ist als Kennzahl für Analysten und Investoren wichtig, weil er eine Aussage über die aktuelle Finanzkraft gibt.

Bald sollen die Maßnahmen zur Kostenersparnis greifen

Vorstandschef Aldo Kamper zeigte sich trotz der prekären Lage zuversichtlich, das Geschäft nachhaltig stabilisieren und die Ziele des Konzerns erreichen zu können. „Wir erwarten, dass die bis Ende Juni implementierten Maßnahmen in den kommenden Jahren zu nachhaltigen Bruttokosteneinsparungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich führen werden“, sagte er.

Einen konkreten Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf hatte Leoni bisher nicht gegeben. Das Unternehmen erwartet nun jedoch, dass der Umsatz für das Geschäftsjahr 2019 moderat unter Vorjahr liegen wird. Mit einer erwarteten besseren Ebit-Entwicklung im zweiten Halbjahr werde sich das Konzern-Ebit vor Sondereffekten auf einen bis zu mittleren zweistelligen negativen Millionen-Betrag belaufen.

Was macht die Aktie?

Aus dem am Mittwoch vorbörslichen Plus der Leoni-Aktien ist im Xetra-Handel schnell ein Minus geworden. Die Papiere rutschten zeitweise wieder bis auf 9 Euro ab. Zuletzt belief sich das Minus auf 4,7 Prozent, womit sie am SDax-Ende waren. Bereits am Montag waren die Anteile abgestürzt, weil Marktteilnehmer befürchtet hatten, die Entwicklung der freien Barmittel könnte erneut enttäuschen. Die Aktie bewegt sich immer mehr in Richtung Allzeittief.

Nachdem am Markt zuletzt schon mehrfach Spekulationen um eine Kapitalerhöhung die Runde gemacht hatten, sagte der Vorstandschef Aldo Kamper nun bei Vorlage der Quartalszahlen, der Druck für eine Kapitalerhöhung sei möglicherweise nicht so hoch. Die Anleger beruhigte das aber nicht.

Leoni verbrenne weiter Barmittel, schrieben die Analysten vom Bankhaus Lampe. „Die Cash-Vernichtung geht weiter“, so der O-Ton.

(onvista/dpa-AFX)

Titelfoto: JMiks / Shutterstock.com

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