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Telekom: Dividende runter, Kurs runter – T-Aktie findet sich am Dax-Ende wieder

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Telekom: Dividende runter, Kurs runter – T-Aktie findet sich am Dax-Ende wieder

Die Deutsche Telekom stutzt trotz der weiter gut laufenden Geschäfte in den USA ihre Dividende. Für das laufende Jahr soll es mit 60 Cent je T-Aktie 10 Cent weniger geben als im Vorjahr, wie der Dax -Konzern am Donnerstag mitteilte. Gleichzeitig soll das aber auch die neue Untergrenze sein – unabhängig davon, ob es in den USA zur angestrebten Übernahme des Mobilfunkers Sprint kommt. Für diesen Fall hatte die Telekom bisher einen Mindestbetrag von 50 Cent je Papier in Aussicht gestellt. Neben ordentlichem Wachstum vor allem dank des US-Geschäfts präsentierten die Bonner auch eine leicht erhöhte Ergebnisprognose.

An der Börse verlor die Aktie nach Handelsbeginn mehr als 2 Prozent. Laut Börsianern stand vor allem die Änderung der Dividendenpolitik im Fokus. Ein Händler lobte zugleich die starke Profitabilität, die dem Konzern neuen Schwung verleihen dürfte. Dass die Telekom beim operativen Ergebnis im Gesamtjahr erneut etwas mehr erwartet, komme allerdings nicht vollends überraschend. Tatsächlich hatte bereits die Tochter T-Mobile US ihre Jahresziele Ende Oktober dank des anhaltend starken Kundenzustroms erhöht.

Im Zeitraum Juli bis September legte der Umsatz im Jahresvergleich um knapp 5 Prozent auf 20 Milliarden Euro zu. Das um Sondereffekte und die neue Leasingbilanzierung bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda AL) stieg wie erwartet um gut 5 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft, das heißt ohne Zukäufe und Wechselkurseffekte, wäre der Konzern allerdings nicht ganz so stark gewachsen.

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Wie in der Vergangenheit schon öfter folgt die Konzernmutter der US-Tochter – beim Ebitda AL geht das Management um den Vorstandsvorsitzenden Tim Höttges auf vergleichbarer Basis nun von einem Zuwachs auf 24,1 Milliarden Euro aus. Davor hatte sich die Telekom noch rund 23,9 Milliarden Euro auf die Fahne geschrieben. Auch will der Konzern statt der zuvor geplanten 12,7 Milliarden Euro nun 12,9 Milliarden Euro investieren. 2018 waren es noch 12,5 Milliarden. Der Barmittelzufluss dürfte wie zuvor angepeilt vom vergleichbaren Vorjahreswert von 6,0 auf 6,7 Milliarden steigen.

Noch ist allerdings nicht sicher, ob es tatsächlich zu der Übernahme in den USA kommt. Es stehen Klagen verschiedener US-Bundesstaaten im Raum, ein erster Prozesstermin ist laut früheren Angaben für den 9. Dezember angesetzt. Die Staaten fürchten nach eigenen Angaben, dass der Zusammenschluss des dritt- und viertgrößten Anbieters auf dem US-Mobilfunkmarkt den Wettbewerb einschränkt und zu Nachteilen für Verbraucher und Mitarbeiter führt. T-Mobile-Chef John Legere zeigte sich zuletzt zuversichtlich, früh im Jahr 2020 zu einem Abschluss zu kommen.

Der unsichere Ausgang hatte unter Investoren zuletzt wieder verstärkt Fragen über die künftige Dividenden aufgeworfen, auch weil sich die Übernahme weiter hinzieht. Die Telekom will hier nun Klarheit schaffen. So soll die Mindestdividende in den kommenden Jahren auch unabhängig von dem Deal bei 60 Cent je Aktie liegen. Grund für die im Vergleich zum vergangenen Jahr geringere Ausschüttung seien auch die unerwartet hohen Ausgaben für die Mobilfunkauktion in Deutschland (2,2 Milliarden Euro) sowie anstehende Frequenzauktionen in den USA.

Der Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen in Deutschland stieg im dritten Quartal ohne Regulierungseffekte um 1,6 Prozent. Dabei kamen 47 000 neue Breitbandanschlüsse hinzu. Auf das Wachstum in diesem Bereich wollte die Telekom nach einem schwächeren zweiten Quartal künftig ein besonderes Augenmerk legen, um die Geschäfte mit schnellem Internet und Fernsehangeboten anzukurbeln. Das Europa-Geschäft legte beim Umsatz um 1 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu.

Die schwächelnde Großkundentochter T-Systems verzeichnete zwar diesmal ein starkes Plus beim Auftragseingang von fast einem Viertel. Der Umsatz ging jedoch zugleich um 5,5 Prozent zurück, während das operative Ergebnis stabil blieb. Die Telekom will den Bereich umbauen und das Telekommunikationsgeschäft mit großen Geschäftskunden und Behörden künftig in die Deutschlandsparte integrieren. T-Systems wird sich dann stärker auf zukunftsträchtigere Bereiche wie den Betrieb von Cloud-Rechenzentren konzentrieren. Die Transformation verlaufe erfolgreich, hieß es nun von der Telekom. Das Jahresziele für das Ebitda AL von einer halben Milliarde Euro bleibe unverändert.

In den Gesamtumsatz des dritten Quartals flossen dieses Mal auch komplett die Geschäfte der neuen niederländischen Tele2-Tochter sowie der österreichischen UPC Austria ein. Unter dem Strich legte der auf die Aktionäre des Konzerns entfallende Gewinn unerwartet stark um fast ein Viertel auf 1,4 Milliarden Euro zu.

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: M DOGAN / Shutterstock.com

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