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Thyssenkrupp: Erstes Angebot für Aufzugssparte zu niedrig ++ VW: Große Allianz mit Ford und Amazon ++ Osram: Neues Angebot von AMS auf dem Weg?

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Thyssenkrupp: Erstes Angebot für Aufzugssparte zu niedrig ++ VW: Große Allianz mit Ford und Amazon ++ Osram: Neues Angebot von AMS auf dem Weg?

Ist heute der Startschuss für einen Handelsstreit zwischen der USA und der EU gefallen? Die Vereinigten Staaten haben heute Nacht Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf zahlreiche Produkte aus Europa erlassen. Betroffen sind zum Beispiel Wein aus Deutschland und Frankreich, Parmesan aus Italien, Olivenöl aus Spanien sowie Butter aus Irland. Beim Import von Flugzeugen wird eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent fällig. Die Strafzölle werden die Einfuhr europäischer Produkte in die USA verteuern. Weichen Verbraucher dort auf günstigere Alternativen aus, könnten die EU-Exporte sinken.

Die USA hatten die Zölle Anfang Oktober als Vergeltung für rechtswidrige EU-Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus angekündigt. Schlichter der Welthandelsorganisation (WTO) hatten der US-Regierung das Recht zugesprochen, Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf Waren im Wert von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben.

Die Europäische Union hatte sich bis zuletzt darum bemüht, im Streit über Sanktionen für Flugzeugbauer eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu erzielen. Brüssel droht nun mit Vergeltung, denn die EU hatte in einem ähnlichen Verfahren um Subventionen für den US-Luftfahrtkonzern Boeing Recht bekommen. Die EU könnte daher im kommenden Jahr ebenfalls Strafzölle in ähnlicher Höhe erheben – die WTO-Entscheidung dazu wird aber erst 2020 fallen. Damit dürfte die Reaktion aus Brüssel wohl noch ein paar Monate auf sich warten lassen.

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Bis dahin haben die USA ja noch den Handelsstreit mit China. Es herrscht weiterhin Unsicherheit über den aktuellen Stand der Gespräche, aber eins scheint festzustehen: Der Zollzwist zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt scheint immer größere Spuren im Reich der Mitte zu hinterlassen.

Wachstum in China fällt sehr tief

Wegen des Handelsstreits mit den USA und der schwachen Inlandsnachfrage hat sich Chinas Wirtschaftswachstum auf den niedrigsten Wert seit fast 30 Jahren abgeschwächt.

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal mit einer Jahresrate von nur noch 6,0 Prozent, verglichen mit 6,2 Prozent im Vorquartal. Damit hat der Indikator die Untergrenze des von der Regierung ausgegebenen Zielkorridors für das Gesamtjahr von sechs bis 6,5 Prozent erreicht. „Es gibt nach wie vor eine Menge Unsicherheit über ein Handelsabkommen zwischen den USA und China“, sagte Volkswirt Ho Woei Chen von UOB in Singapur.

Lockere Geldpolitik bringt Bank of Japan in die Bredouille

Die japanische Notenbank gerät nach abermals schwachen Preisdaten zunehmend unter Druck. Im September fiel die Inflation nach Regierungsdaten vom Freitag auf den niedrigsten Stand seit April 2017. Damit treten die Probleme der Notenbank, die Preisentwicklung und die Wirtschaft anzukurbeln, immer offener zu Tage.

Die von der Zentralbank besonders stark beobachtete Kernrate der Verbraucherpreise, bei der schwankungsanfällige Preise für frische Nahrungsmittel herausgerechnet werden, betrug im September gegenüber dem Vorjahresmonat 0,3 Prozent, wie die Regierung am Freitag in Tokio mitteilte. Im August war der Index noch um 0,5 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten damit gerechnet, dass sich der Preisauftrieb weiter verlangsamt.

Die japanische Notenbank peilt einen Anstieg der Inflation um zwei Prozent an. Japan weist jedoch schon seit vielen Jahren eine ungewöhnlich schwache Preisentwicklung auf, was die Wirtschaftsentwicklung belasten kann. Die Währungshüter versuchen deshalb seit langem, die Inflation mit einer extrem lockeren Geldpolitik an die Zielmarke zu bringen. Allerdings haben sie mittlerweile einen Zeitplan zur Erreichung des Ziels aufgegeben.

Die Zentralbank hat für Ende Oktober eine Überprüfung der Inflations- und Konjunkturentwicklung angekündigt, was von vielen Beobachtern als Hinweis auf eine Neuausrichtung der Geldpolitik verstanden wurde.

Dax wartet lieber mal ab

US-Strafzölle gegen die EU, Unsicherheit beim Brexit und schlechte Wirtschaftsdaten aus China, da zieht sich der deutsche Leitindex lieber ein Stück weit zurück. Der Dax startet 0,20 Prozent tiefer in den Handelstag mit 12.629,99 Punkten.

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Thyssenkrupp: Will Kone ein Schnäppchen schlagen?

Der finnische Aufzughersteller Kone ist einem Zeitungsbericht zufolge mit einem ersten Angebot für die Aufzugsparte von Thyssenkrupp durchgefallen. Bei einem Treffen Kones mit dem Management des Essener Industriekonzerns sei mit rund 15 Milliarden Euro eine Summe genannt worden, die um ein bis zwei Milliarden Euro unter den Offerten von Finanzinvestoren gelegen habe, berichtete das „Handelsblatt“ am Donnerstag unter Berufung auf Konzern- und Finanzkreise. Kone habe aber noch die Gelegenheit, die Offerte nachzubessern. Kone erklärte, der Konzern äußere sich nicht zu Spekulationen. Es gebe nach Auffassung Kones aber Möglichkeiten für eine Konsolidierung in der Branche und Kone sei interessiert, sich daran zu beteiligen.

Kone wolle Finanzinvestoren Geschäftsteile der Thyssenkrupp-Sparte anbieten, von denen sich die Finnen im Fall einer Übernahme trennen müssten, berichtete das Blatt weiter. Im Gegenzug müssten die Finanzinvestoren aus dem Bieterrennen aussteigen. Bei dem Treffen habe Kone erklärt, dass das eigene Geschäft in Deutschland und Teile in anderen europäischen Ländern verkauft werden könnten. Damit sollten mögliche Bedenken der Kartellbehörden ausgeräumt werden.

Der kriselnde Ruhrkonzern will mindestens Teile seiner lukrativen Aufzugssparte an die Börse bringen oder verkaufen. Experten schätzen den Wert des Geschäfts auf zwölf bis 17 Milliarden Euro. Insider hatten in der Vergangenheit berichtet, im Rennen um das Geschäft sei neben Kone auch der japanische Aufzugshersteller Hitachi, die Finanzinvestoren Blackstone, CVC und Carlyle sowie ein Konsortium aus Advent, Cinven und der Abu Dhabi Investment Authority.

VW: Offensive bei Ladestationen in Nordamerika

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will gemeinsam mit Volkswagen und Amazon das nach eigenen Angaben größte Ladenetz für Elektroautos in Nordamerika anbieten. Das Unternehmen verspricht Kunden in einer Mitteilung vom Donnerstag Zugang zu über 12 000 Ladestationen. Die öffentliche Stromversorgung für E-Autos werde damit zu einer ähnlich normalen Erscheinung wie die Präsenz der größten Apotheken- oder Café-Ketten, kündigt der Konzern an.

Bei öffentlichen Ladestationen setzt Ford auf das Netz der VW-Tochter Electrify America, das in 45 US-Bundesstaaten und dem Regierungsbezirk DC geplant ist. Zudem will der US-Autobauer gemeinsam mit dem Online-Giganten Amazon Geräte für den Hausgebrauch anbieten, die E-Autobesitzer zum Aufladen ihrer Fahrzeuge zu Hause nutzen können. Abgerechnet werden soll das Stromtanken über die App FordPass, die auch über einen Bildschirm im Auto bedient werden kann.

Kurz und knapp:

Osram: Der österreichische Sensorspezialist AMS denkt nach der geplatzten Übernahme des deutschen Lichtkonzerns laut Insidern über eine neue Offerte nach. Der AMS-Aufsichtsrat wolle einen solchen Schritt in seiner Sitzung an diesem Freitag besprechen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Falls AMS einen neuen Anlauf wage, müsse das Gebot je Aktie mindestens bei den 41 Euro aus der gescheiterten Offerte liegen, hieß es.

Ceconomy: Nach nur sieben Monaten an der Spitze des vor allem durch seine Elektronikketten Media Markt und Saturn bekannten Konzerns muss Vorstandschef Jörn Werner seinen Hut nehmen. In einer außerordentlichen Sitzung berief der Ceconomy-Aufsichtsrat den Aufsichtsrat Bernhard Düttmann zum vorläufigen neuen Konzernchef für die nächsten zwölf Monate. Die Trennung von Werner erfolge im gegenseitigen Einvernehmen, erklärte Aufsichtsratschef Jürgen Fitschen in einer Ad-hoc-Mitteilung und dankte dem Manager für seine Arbeit. „Mit Blick auf die Führung des Unternehmens gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen zwischen ihm und dem Aufsichtsrat, so dass die Trennung ein konsequenter Schritt ist“, begründete Fitschen den Schritt.

Saudi Aramco: Das Verwirrspiel um den größten Börsengang aller Zeiten hält weiter an. Kreisen zufolge hat der saudi-arabische Erdöl-Gigant Saudi Aramco den Gang aufs Parkett nun doch zum wiederholten Mal verschoben. Damit könnte der eigentlich für November geplante Börsengang gefährdet sein, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf eine von der Situation unterrichtete Person. Zuletzt hatte Bloomberg unter Berufung auf Kreise berichtet, der Börsengang werde am 20. Oktober verkündet.

Renault: Schlechte Nachrichten vom französischen Autobauer könnten am Freitag auf die gesamte europäische Autobranche durchschlagen. Das neue Management der Franzosen kappte wegen der schwächelnden Nachfrage seine Umsatz- und Gewinnziele für das Gesamtjahr. Bei den Erlösen geht Renault nun sogar von einem merklichen Rückgang aus.

Analyst Gaetan Toulemonde von der Deutschen Bank reagierte prompt und strich nach der „massiven Gewinnwarnung“ seine Kaufempfehlung. Er sieht die Ursache vor allem in höheren Kosten. Es gebe momentan zu viele Unsicherheiten, so das Fazit des Experten.

Von Markus Weingran / dpa-AFX

Foto: Tobias Arhelger / shutterstock.com

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