Vorbörse: Fed zieht Wall Street etwas nach unten - Dax ebenfalls tiefer erwartet

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Vorbörse: Fed zieht Wall Street etwas nach unten - Dax ebenfalls tiefer erwartet

DEUTSCHLAND: – MODERATE VERLUSTE – Der Dax spürt am Donnerstag nach Hinweisen der US-Notenbank Fed auf eine bald etwas weniger expansive Geldpolitik leichten Gegenwind. Zwei Stunden vor der Xetra-Eröffnung taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex mit 15 677 Punkten 0,21 Prozent schwächer. Am Vortag hatte bereits der New Yorker Aktienmarkt die Entscheidungen der US-Währungshüter mit moderaten Abschlägen quittiert, größere Unruhe am Markt war aber ausgeblieben. Ihre extrem lockere Geldpolitik setzt die Federal Reserve angesichts fortdauernder Corona-Gefahren zwar fort, sie denkt aber offenbar stärker darüber nach, sie etwas zurückzufahren. Ernüchternde Nachrichten kommen von der Biopharmafirma Curevac , deren Impfstoffkandidat gegen das Coronavirus weniger wirksam ist als erhofft.

USA: – MODERATE VERLUSTE – Die Entscheidungen und Kommentare der US-Notenbank Fed haben die Wall Street am Mittwoch etwas tiefer ins Minus gezogen. Der Dow Jones Industrial fiel kurzzeitig unter die Marke von 34 000 Punkten und schloss mit einem Verlust von 0,77 Prozent bei 34 033,67 Zählern. Der den breiten Markt abbildende S&P 500 sank um 0,54 Prozent auf 4223,70 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,34 Prozent auf 13 983,01 Punkte ein.

ASIEN: – ÜBERWIEGEND VERLUSTE – Die Börsen Asiens haben am Donnerstag nach geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed überwiegend nachgegeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel zuletzt um gut ein Prozent. Auch in Australien, Südkorea und Indien ging es für die Leitindizes abwärts. Der Hang Seng in Hongkong und der CSI-300-Index , der die Aktien der 300 größten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, gewannen hingegen moderate 0,3 Prozent.

Knock-Outs zum db Ölpreis Brent

Kurserwartung
Rohstoff wird steigen
Rohstoff wird fallen
Höhe des Hebels
510152030
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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 171,92 -0,08%

DEVISEN: – EURO FÄNGT SICH EIN WENIG – Der Euro hat sich am Donnerstag nach dem Kurseinbruch vom Vorabend stabilisiert. Am späten Mittwochabend hatten Aussagen der US-Notenbank Fed den US-Dollar beflügelt, während der Euro im Gegenzug um mehr als einen Cent abrutschte. Am Donnerstagmorgen wurde die Gemeinschaftswährung auf dem tieferen Niveau bei 1,20 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag deutlich höher auf 1,2124 Dollar festgesetzt.

Die US-Notenbank hatte auf ihrer Zinssitzung zunächst nichts an ihrer Geldpolitik verändert und noch keine klaren Signale für eine Reduzierung der Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft gegeben. Notenbankpräsident Jerome Powell zeigte sich im Anschluss aber zuversichtlicher für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Außerdem hat er den jüngsten Anstieg der Inflation kritischer begutachtet. Darüber hinaus haben die meisten Fed-Mitglieder eine Zinserhöhung bis Ende 2023 befürwortet.

Nach Einschätzung von Analysten deuten die jüngsten Aussagen der Fed darauf hin, dass der Zeitplan zur Normalisierung der Geldpolitik beschleunigt werden könnte. „Die Märkte werden auf eine straffere Geldpolitik vorbereitet“, erklärte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Am Devisenmarkt sorgte dies für kräftige Kursgewinne beim Dollar.

Euro/USD 1,1999 0,03%

USD/Yen 110,66 -0,04%

Euro/Yen 132,78 0,00%

ROHÖL: – RÜCKGANG – Die Ölpreise haben am Donnerstag die Kursgewinne der vergangenen Handelstage vorerst nicht weiter fortgesetzt. Nachdem zuletzt mehrjährige Höchststände erreicht worden waren, gaben die Notierungen am Morgen etwas nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 74,11 US-Dollar. Das waren 28 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 21 Cent auf 71,94 Dollar.

Marktbeobachter verwiesen auf jüngste Aussagen der US-Notenbank Fed. Die amerikanische Zentralbank hatte ihre Geldpolitik am Vorabend zwar unverändert gelassen. Im Anschluss an die Zinsentscheidung gab es allerdings Äußerungen des Notenbank-Präsidenten Jerome Powell, die an den Märkten als erste Hinweise für eine künftig straffere Geldpolitik gedeutet wurden. Dies hat die Stimmung an den Finanzmärkten generell eingetrübt und auch die Ölpreise belastet.

Die amerikanische Geldpolitik hat damit die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA etwas in den Hintergrund gedrückt. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche deutlich gefallen waren. Die amerikanischen Vorräte sanken nach Angaben der US-Regierung um 7,4 Millionen Barrel auf 466,7 Millionen Barrel. Fallende Ölreserven stützen in der Regel die Ölpreise.

Brent 73,99 -0,40 USD

WTI 71,79 -0,36 USD

onvista Mahlzeit: Dax vor FED-Entscheid im Minus – JinkoSolar, SAP, Meyer Burger und Chipmangel erreicht VW sowie Daimler erneut

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR CUREVAC AUF 45 (58) USD – ‚HOLD‘

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR WACKER CHEMIE AUF 132 (123) EUR – ‚NEUTRAL‘

– GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR AROUNDTOWN AUF 7,30 (7,20) EUR – ‚NEUTRAL‘

SOCGEN SENKT ZIEL FÜR ORACLE AUF 83 (86) USD – ‚HOLD‘

– CITIGROUP HEBT ZIEL FÜR AMADEUS IT AUF 73 (70) EUR – ‚BUY‘

– CITIGROUP HEBT ZIEL FÜR BNP PARIBAS AUF 62 (59) EUR – ‚BUY‘

– CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR ORSTED AUF 585 (550) DKK – ‚UNDERPERFORM‘

– GOLDMAN HEBT GETLINK AUF ‚BUY‘ (NEUTRAL) – ZIEL 16 (14,30) EUR

– GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR GLAXOSMITHKLINE AUF 1800 (1890) PENCE – ‚BUY‘

UBS HEBT ZIEL FÜR ASTRAZENECA AUF 9200 (8000) PENCE – ‚BUY‘

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

09:30 DEU: Stada Health Report 2021, Online-Pk

10:00 DEU: Home24, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: SNP Schneider-Neureither & Partner, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Bijou Brigitte, Hauptversammlung (online)

10:00 DEU: Gea Group, Online-Pk zu Klimastrategie

11:00 DEU: Varta, Hauptversammlung (online)

22:05 USA: Adobe, Q2-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

GBR: Vodafone, Technology Virtual Investor Briefing

GBR: Sainsbury, ESG Day

TERMINE KONJUNKTUR

06:30 CHE: SNB: Bericht zur Finanzstabilität 2021

06:30 NLD: Arbeitslosenquote 05/21

08:00 EUR: Acea, Pkw-Neuzulassungen 05/21

08:00 CHE: Handelsbilanz 05/21

09:00 ESP: Arbeitskosten Q1/21

09:30 CHE: SNB, Zinsentscheid

10:00 ITA: Handelsbilanz 04/21

10:00 NOR: Norges Bank, Zinsentscheid

11:00 EUR: Verbraucherpreise 05/21 (endgültig)

13:00 TUR: Zentralbank, Zinsentscheid

14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 USA: Philly Fed Index 06/21

16:00 USA: Frühindikator 05/21

SONSTIGE TERMINE

DEU: Virtuelle Pk Umweltbundesamt und Deutsche Emissionshandelsstelle zu europäischem Emissionshandel und Treibhausgasemissionen 2020

09:00 DEU: Virtuelles Pressegespräch DIW-Konjunkturprognose 2021+22

09:30 DEU: Bundesverfassungsgericht veröffentlicht Entscheidung über AfD-Eilantrag wegen des Corona-Wiederaufbaufonds der EU

09:30 DEU: Fortsetzung Prozess zu „Cum-Ex“-Aktiendeals vor dem Landgericht Wiesbaden

10:00 DEU: Institut für Weltwirtschaft (IfW) legt neue Konjunkturprognose für 2021 und 2022 vor

10:00 DEU; Online Veranstaltung Deutsche Energie-Agentur (dena) zum Thema „Mikromobilität: E-Scooter-Sharing – Potenzial für die Verkehrswende?“

11:00 DEU: Pressegespräch Dekabank (telefonisch): „Halten die Lieferketten, was die Wachstumsprognosen versprechen?“ mit Chefvolkswirt Ulrich Kater und Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der Dekabank

14:00 DEU: Zweitägige Wirtschaftsministerkonferenz in Präsenz mit Bundesminister Altmaier, Düsseldorf

15:00 BEL: Tagung der Eurogruppe, Brüssel

16:00 EUR: Corona-Briefing der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA

16:15 DEU: CEO-Talk und Annual Forum 2021 der privaten Hochschule ESMT mit Blick auf die Zeit nach der Pandemie mit Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender der BASF, Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG, Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Carsten Spohr, CEO der Lufthansa Group

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

11.00 Uhr

Eurozone

Verbraucherpreise HVPI Mai

Monatsvergleich +0,3 +0,3*

Jahresvergleich +2,0 +2,0*

Kernrate

Jahresvergleich +0,9 +0,9*

GROSSBRITANNIEN

— Keine marktbewegenden Daten erwartet —

USA

14.30 Uhr

Erstanträge Arbeitslosenhilfe 360 376 (Vorwoche, in Tsd)

Philly-Fed-Index, Juni 30,5 31,5 (in Pkt)

16.00 Uhr

Frühindikatoren, Mai +1,3 +1,6

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: H-AB /  shutterstock.com

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Kurs zu db Ölpreis Brent Rohstoff

  • 76,32 USD
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30.07.2021, 19:59, Deutsche Bank Indikation
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