VW: Dividende bleibt stabil, Ausblick für 2021 optimistisch – das freut die Anleger

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VW: Dividende bleibt stabil, Ausblick für 2021 optimistisch – das freut die Anleger

Nachdem das Krisenjahr bei Volkswagen eigentlich sogar recht glimpflich abgelaufen ist – der Gewinneinbruch war wesentlich geringer als befürchtet – blickt der Autobauer auch auf das Jahr 2021 optimistisch. Die Auslieferungen sollen „deutlich“ und der Umsatz „signifikant“ über dem Vorjahreswert liegen, wie der Konzern am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte.

Dividende bleibt stabil

Die operative Rendite werde voraussichtlich zwischen 5,0 und 6,5 Prozent liegen, angestrebt werde das obere Ende des Korridors. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Betriebsgewinn vor Sondereffekten um 45 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 8,8 (Vorjahr 14,0) Milliarden Euro. Daraus sollen die Aktionäre eine zum Vorjahr stabile Dividende von 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 Euro je Vorzugsaktie erhalten.

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Aktie stemmt sich gegen schwachen Gesamtmarkt

Nach diesen optimistischen Ankündigungen stemmt sich die VW-Aktie gegen den schwachen Gesamtmarkt, kann das Minus ausgleichen und notiert kurz nach der Bekanntgabe der Zahlen mit etwa 0,4 Prozent im Plus bei knapp 172 Euro. Auf Monatsebene steht ein Plus von knapp 8 Prozent zu Buche.

Diess hat den Konzern im vergangenen Jahr extrem umgekrempelt

Auch abseits des Tagesgeschäfts war in Wolfsburg im vergangenen Jahr gewohnt viel los: Diess krempelte bei den Konzerntöchtern weite Teile des Managements nach seinen Vorstellungen um und will den Umbau hin zum Elektro- und Technologiekonzern mit seinen Gefolgsleuten damit forcieren. Das ging nicht ohne Reibereien ab, letztlich konnte Diess aber viele seiner Wünsche durchsetzen. Gerade jetzt, wo der Markt für Elektroautos in Europa deutlich wächst und US-Elektropionier Tesla vor den Toren von Berlin seine Gigafactory baut, entscheidet sich für den Manager der weitere Weg: Kann VW wie angepeilt Weltmarktführer bei Elektroautos werden?

Vergangenes Jahr startete das wichtige Massenmodell ID.3 in der Golf-Klasse, kürzlich kam der Kompakt-SUV ID.4 hinzu – und VW hat weitere Modelle bei der Hausmarke und bei den Töchtern in den Startlöchern. Mit dem ID.3 sprang der Konzern nach eigenen Angaben in vielen Märkten Europas direkt an die Spitze der rein batteriegetriebenen Modelle und lieferte 2020 rund 56.500 Stück aus.

Den Tesla Model 3 mit fast 87.000 Stück und den Renault-Kleinwagen Zoe konnte der ID.3 damit laut Daten des Auto-Analysten Matthias Schmidt noch nicht knacken – aber das VW-Modell kam auch erst im September auf den Markt. Vom Audi E-tron verkaufte der Konzern 2020 zusätzlich 47.300 Stück. Damit war die VW-Gruppe im Jahr 2020 in Westeuropa laut Schmidt insgesamt klarer Marktführer vor Renault-Nissan-Mitsubishi und auch vor Tesla bei rein elektrischen Antrieben.

Das zweite Halbjahr 2020 war im Tagesgeschäft auch in der Gesamtsicht weitaus erfreulicher als das erste und zweite Quartal, auch wenn nach fast ausgeglichenen Verkaufszahlen im dritten Quartal im Schlussjahresviertel wieder ein Dämpfer erfolgte. Die Pandemie ist mit den aktuellen Lockdowns in vielen Ländern für den Autobauer noch lange nicht ausgestanden.

Chipmangel als weitere Herausforderung

Aktuell drückt mit dem Chipmangel aber neben den Lockdowns auch eine der vielen Folgelasten der Covid-Ausbreitung auf die Laune der Manager. Weil Chiphersteller beim Einbruch der Automärkte umdisponierten und auch Rohmaterialien knapp geworden sind, kommen die Elektronikkonzerne derzeit nicht mit der Lieferung von Halbleitern hinterher. Nahezu alle Autobauer haben für das erste Quartal zumindest teilweise Produktionsprobleme angekündigt.

onvista/dpa-AFX/reuters

Titelfoto: Sergey Kohl / Shutterstock.com

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