Weniger Firmen schaffen den Sprung an die Börse

Reuters

Frankfurt (Reuters) - Die Corona-Krise hinterlässt auch bei Börsengängen deutliche Spuren.

Weniger Firmen schaffen den Sprung an die Börse

Weltweit ging die Zahl der Debüts am Aktienmarkt im zweiten Quartal um 39 Prozent auf 186 zurück, das Emissionsvolumen schrumpfte um 32 Prozent auf 41,1 Milliarden Dollar, wie eine am Dienstag veröffentliche Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY zeigte. Besonders stark war der Rückgang in Europa: Hier brach das Emissionsvolumen um 55 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar ein, während die Zahl der Transaktionen um 60 Prozent auf 22 fiel.

Der größte Börsengang weltweit war die Erstnotiz des chinesischen Online-Händlers JD.com, der 3,9 Milliarden Dollar einbrachte, gefolgt vom chinesischen Online-Spieleanbieter Netease (3,1 Milliarden Dollar). In Europa erlöste der Börsengang der "Jacobs"-Kaffee-Holding JDE Peet's 2,9 Milliarden Dollar.

In Deutschland schafften es mit dem Datenbank-Anbieter Exasol und der Pharmafirma PharmaSGP nur zwei Firmen auf das Parkett der Frankfurter Börse. Nur letztere ist im streng regulierten Prime Standard gelistet, die Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in einem Index der Dax-Familie ist. Exasol ist dagegen im Wachstumssegment Scale notiert.

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