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Aufruhr am Devisenmarkt! Japan interveniert zum ersten Mal seit 1998 - SNB hebt Leitzins um 0,75 Prozent - Bank of England im Fokus

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Bankoo/Shutterstock.com

Am Devisenmarkt gibt es heute mächtig Bewegung bei den Hauptwährungen nach dem gestrigen Zinsentscheid der US-Notenbank. Das Thema Nr. 1 ist allerdings das direkte Eingreifen Japans am Devisenmarkt am heutigen Vormittag. Das Japan direkt interveniert und Yen gegenüber dem US-Dollar kauft, passierte zuletzt im Jahre 1998.

USD/JPY verliert 500 Pips

Die direkte Intervention ließ USD/JPY am Vormittag zwischenzeitlich um über 500 Pips einbrechen. Der US-Dollar war gegenüber dem Yen am Morgen zunächst auf den höchsten Stand seit 1998 geklettert, nachdem die US-Notenbank gestern Abend ihre restriktive Geldpolitik weiter fortgesetzt hat.

Direkte Interventionen am Devisenmarkt sind eher selten. So lange die Bank of Japan allerdings an ihrer ultra-expansiven Geldpolitik weiter stur festhält und den japanischen Leitzins nicht anhebt, dürften die direkten Interventionen Japans am Devisenmarkt mittelfristig eher nicht von Erfolg gekrönt sein.

Der Yen wird seit langem durch die Geldpolitik der japanischen Zentralbank belastet, die sich im Gegensatz zu vielen anderen Notenbanken nicht gegen die Inflation stemmt. Am Donnerstag wurde diese Politik nach der Zinssitzung der Zentralbank bestätigt. Die Inflation liegt in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zwar deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern, für japanische Verhältnisse ist sie aber relativ hoch. Sie liegt aktuell bei etwa drei Prozent.

Quelle: Tradingview

Schweizer Nationalbank SNB erhöht Leitzins

Die SNB hat heute Vormittag die Ära der Negativzinsen beendet und mit dem Zinsschritt um 75 Basispunkte den Leitzins wieder ins positive Terrain gehievt. Spekulanten hatten hier offenbar einen Schritt um 100 Basispunkte erwartet, nur so lässt sich der impulsive Abverkauf (USD/CHF steigt)  im Franken nach dem Entscheid erklären.

Um 13 Uhr wird der Zinsentscheid der Bank of England erwartet. Marktteilnehmer gehen hier von einer erneuten Erhöhung um 50 Basispunkte aus. Es bleibt spannend!

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