Hohe Erwartung an Björn Gulden

Adidas-Aktie: Mehrheit der Analysten zuversichtlich

onvista · Uhr
Quelle: 2p2play/Shutterstock.com

Er war der so dringend benötigte Booster für die Adidas-Aktie: Björn Gulden. Als Anfang November bekannt wurde, dass er Kaspar Rorstedt am 1. Januar 2023 beerben wird, stieg die Aktie um zwischenzeitlich 45 Prozent auf 137,10 Euro. Mittlerweile liegt sie mit knapp 33 Prozent im Plus.

Das ist ein Vertrauensvorschuss für Gulden. Doch was raten die Analysten?

Mehrheit der Analysten zuversichtlich

Bloomberg befragte insgesamt 37 und nur vier rieten dazu, die Aktie zu verkaufen. 12 rieten zum Kauf und 21 zum Halten.

Die Optimisten sehen die schlimmsten Folgen der Krise als überstanden an, sie rechnen nur noch mit einer milden Rezession. Schließlich ist Adidas mehr als nur ein Sportartikelhersteller, seine Artikel werden auch im Alltag getragen und als Modeaccessoire benutzt, weshalb der Absatz stark von der allgemeinen Konjunktur und Verbraucherstimmung abhängt. Sollten diese Meinung stimmen, ist der Kurs zwischen 135 Euro und 140 Euro realistisch.

Andere, wie etwa Hauck Aufhäuser Investment Banking, raten dringend zum Verkauf der Aktie. Das faire Kursziel liege bei 85 Euro, der derzeitige Kurs sei übertrieben und durch nichts gerechtfertigt. Die Rezession sei noch nicht ausgestanden und Gulden müsse sich erst einmal beweisen: Er müsse die Probleme bei, operativen Tagesgeschäft erst einmal meistern, wie etwa die Lieferengpässe, die steigenden Kosten und vor allem den Rückgang der Nachfrage auf dem wichtigen chinesischen Markt. Das wird schwer genug werden.

Nichts überstürzen

Fazit: Die Vorschusslorbeeren für Gulden sind in der Tat übertrieben. Auch wenn es schwerfällt, sollten Anleger erst einmal an der Seitenlinie verharren und das weitere Geschehen abwarten. Vor allem gilt das für Gulden selbst, der erst am 1. Januar 2023 seinen Posten antritt.

(mit Material von dpa-AFX)

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