Börse am Morgen: Dax mit neuem Erholungsversuch - Plus 6 %: Infineon an Dax-Spitze - Jenoptik erhöht Dividende

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Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger sich am Mittwoch wieder vorgewagt. Der Dax startete mit Kursgewinnen in den Tag und stand nach den ersten Minuten um 0,43 Prozent höher bei 15.207 Zählern.

Zuvor hatte der deutsche Leitidex kurzzeitig die 21-Tage-Durchschnittslinie für den kurzfristigen Trend übersprungen, fiel dann aber wieder etwas zurück. Zudem blieb der Index unter dem Hoch des Vortages. Da war dem Index zum Ende hin zunächst die Luft ausgegangen

Und: selbst trotz der neuerlichen Gewinne wollen Beobachter noch keinen großen Drang am Markt nach Aktieninvestments ausmachen. Nach den Kursturbulenzen im Bankensektor in der vergangenen Woche und der Unsicherheit um den Kurs der Notenbanken warteten viele Marktteilnehmer lieber erst einmal ab, hieß es.

Daten zum Verbrauchervertrauen gaben den Anlegern aber zumindest etwas Grund zum Optimismus: In Deutschland verbesserte sich das Konsumklima dank positiver Einkommenserwartungen zuletzt weiter, wenn auch auf niedrigem Niveau. Nun werden mit großer Spannung die am Donnerstag anstehenden vorläufigen Inflationsdaten aus Deutschland erwartet.

Plus 6 Prozent: Infineon an Dax-Spitze

Nach angehobenen Umsatz- und Ergebnisprognosen stehen die Papiere des Halbleiterherstellers Infineon positiv im Rampenlicht. Die Titel zogen in der ersten Stunde des Handels auf XETRA um 6,7 Prozent an und eroberten damit die Dax-Spitze. Der Kursrutsch um drei Prozent am Vortag im Zuge einer generellen Branchenschwäche wird damit wohl schon wieder abgehakt. Der Kurs dürfte locker wieder über die kurzfristiger relevanten 21- und 50-Tage-Durchschnittslinien zurückkehren.

Infineon begründete den steigenden Optimismus mit der Geschäftsentwicklung in den Kernbereichen Automobil und Industrie - etwas, was Alexander Duval von Goldman Sachs unterstreicht. Die stärkere Verbindung mit dem Autosektor mache Infineon bislang schon zu seinem Favoriten gegenüber dem Wettbewerber STMicroelectronics. Laut dem JPMorgan-Experten Sandeep Deshpande lösen sich bisherige Lieferengpässe langsam auf. Seiner Einschätzung nach ist Infineon mehr und mehr dazu in der Lage, die rückständigen Aufträge abzuarbeiten.

Jenoptik erhöht Dividende - Gewinnrückgang wegen Sondereffekts

Der Technologiekonzern Jenoptik will seinen Aktionären für das Jahr 2022 eine höhere Dividende zahlen. Die Investoren sollen 30 Cent je Aktie erhalten und damit fünf Cent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen zur Vorlage seiner endgültigen Jahreszahlen für 2022 mitteilte.

Unter dem Strich ging aufgrund einer Wertminderung vor allem im Zusammenhang einer Neubewertung der Geschäftsperspektiven des Nicht-Photonik-Geschäfts und höherer Steuern der Gewinn um 31,2 Prozent auf 63,9 Millionen Euro zurück. Zudem hatte es im Vorjahr einen positiven Einmaleffekt im Zusammenhang mit den Zukäufen von Trioptics und Interob gegeben.

Jahreszahlen Jenoptik 2022

Für das laufende Jahr rechnet Jenoptik wegen guter Geschäfte mit der Halbleiterindustrie erneut mit einem kräftigen Wachstum. Angesichts des Auftragsbestandes und -eingangs soll der Umsatz auf 1,05 bis 1,10 Milliarden Euro zulegen. Davon sollen 19,0 bis 19,5 Prozent als operatives Ergebnis (Ebitda) hängen bleiben. Im Vorjahr hatte die Marge 18,8 Prozent betragen.

Frankreich: Verbraucher etwas pessimistischer

Die Stimmung der französischen Verbraucher hat sich im März etwas verschlechtert. Gegenüber dem Vormonat ging das Konsumklima um einen Punkt auf 81 Zähler zurück, wie das Statistikamt Insee am Mittwoch in Paris mitteilte. Analysten hatten mit der Entwicklung gerechnet. Der Indikator liegt deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt von 100 Punkten.

Im März gab die Sparneigung der Haushalte nach. Ihren Lebensstandard bewerteten die Haushalte etwas schlechter. Zugleich ging jedoch die Angst vor Arbeitslosigkeit zurück.

Redaktion onvista/dpa-AFX

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