Umfrage - Unzufriedenheit mit Ampel auf Rekordniveau

Reuters · Uhr
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Berlin (Reuters) - Die Unzufriedenheit mit der Ampel-Regierung hat laut neuem ZDF-Politbarometer einen neuen Höchststand erreicht.

71 Prozent (Mai: 66 Prozent) sind nach der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage mit der Arbeit unzufrieden, nur 25 (Mai: 33) Prozent äußerten sich zufrieden. Dabei wird vor allem angegeben, dass sich Grüne und FDP mit ihren Positionen in der Regierung durchsetzen könnten. Nur 19 Prozent glauben, dass die SPD ihre politischen Vorstellungen in der Regierung verwirklichen kann. 73 Prozent bezweifeln dies.

Eine knappe Mehrheit der FDP-Anhänger wäre für vorgezogene Neuwahlen, bei den Anhängern der oppositionellen Parteien Union, BSW und AfD sind die Werte noch höher. Dennoch glauben zwei Drittel der von der Forschungsgruppe Wahlen Befragten, dass die Koalition bis zum regulären Wahltermin im September 2025 halten wird. Nur 36 Prozent geben an, dass eine unionsgeführte Koalition besser regieren würde.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die Union auf 30 Prozent, die AfD auf 16 Prozent, SPD und Grüne landeten auf jeweils 14 Prozent. Der Werte für das BSW wird mit sieben, der der FDP mit fünf Prozent angegeben. Immerhin 14 Prozent geben an, für Parteien stimmen zu wollen, die unter der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug im Bundestag landen würden. Dazu gehört auch die Linke.

Bei der Beliebtheit der Politiker liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) weiter deutlich vorne. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst auf dem zweiten Platz bekommt wiederum klar bessere Zustimmungswerte als die beiden anderen potenziellen Unions-Kanzlerkandidaten, CSU-Chef Markus Söder und der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz. Die Unzufriedenheit mit der Ampel äußert sich auch in schlechten Zustimmungswerten für die Hauptakteure, die allesamt im Minusbereich liegen. Vor allem Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verlieren deutlich an Zustimmung.

(Bericht von Andreas Rinke; redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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