Verband - E-Commerce in Deutschland wächst erstmals seit zwei Jahren

Reuters · Uhr
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Berlin (Reuters) - Erstmals seit zwei Jahren sind die Umsätze im deutschen Online-Handel wieder leicht gestiegen.

Von April bis Juni kletterten die Erlöse im E-Commerce um 0,2 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro, wie der Branchenverband bevh am Montag mitteilte. Im gesamten ersten Halbjahr allerdings liegen die Umsätze mit 38,1 Milliarden Euro immer noch um 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Umsätze mit digitalen Dienstleistungen, etwa Reisebuchungen oder Ticketkäufe, kletterten im zweiten Quartal um 4,2 Prozent und auf Halbjahressicht um 8,4 Prozent auf 6,45 Milliarden Euro. "Wir sehen die Anfänge einer Normalisierung am Markt", sagte Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (bevh).

"Für ein Ende der Konsumkrise ist es aber zu früh." Denn es gebe Unsicherheitsfaktoren, wie in Deutschland, Europa insgesamt und in den USA politische Destabilisierung und geopolitische Konflikte. Diese könnten eine Rückkehr zum Wachstum ausbremsen. "Dazu kommen nun Berichte über zahlreiche Insolvenzen, die die Menschen eher zum Sparen treiben", sagte Groß-Albenhausen.

In 12 der 19 vom bevh erhobenen Sortimentsbereiche gab es Wachstum. Vor allem die Erholung im wichtigen Modehandel und der anhaltende Wachstumstrend bei Waren des täglichen Bedarfs (jeweils plus 2,9 Prozent) setzten demnach im Frühlingsquartal starke Impulse. Lebensmittelbestellungen sorgten mit plus 6,2 Prozent von allen Segmenten für das stärkste Umsatzplus. Auch auf Halbjahressicht liegt der Anstieg mit 4,0 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro deutlich über dem Trend am Gesamtmarkt. Luxusausgaben für Uhren und Schmuck (plus 2,9 Prozent im Quartal), die dem Sparverhalten der Deutschen besonders stark zum Opfer fielen, gewannen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum das erste Mal seit Ausbruch des Ukrainekriegs wieder hinzu.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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