VW-Chefunterhändler - Situation ist ernst

Volkswagen-Chefunterhändler Arne Meiswinkel hat vor Beginn der Tarifverhandlungen für die rund 120.000 Beschäftigten die Situation bei dem größten deutschen Autobauer als ernst bezeichnet.
"Der internationale Wettbewerb droht an uns vorbeizuziehen", sagte Meiswinkel am Mittwoch in Hannover. "Deswegen ist jetzt Handeln angesagt. Wir müssen gemeinsam unser Unternehmen restrukturieren."
In der ersten Verhandlungsrunde gehe es darum, sich ein gemeinsames Bild über die Ausgangslage zu verschaffen, sagte Meiswinkel. Volkswagen hatte eine Reihe von Tarifverträgen gekündigt, darunter die seit drei Jahrzehnten geltende Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung. Auch Werksschließungen sind nicht ausgeschlossen. Volkswagen stehe zur Industriearbeit und zu Industriearbeitsplätzen in Deutschland, sagte Meiswinkel. Voraussetzung dafür sei aber eine starke Wettbewerbsfähigkeit. Betriebsratschefin Daniela Cavallo hatte die Sparpläne des Unternehmens kritisiert und Widerstand angekündigt.