Tesla kritisiert Ablehnung von 56 Milliarden Dollar Vergütung für Musk

Reuters · Uhr
Quelle: (c) Copyright Thomson Reuters 2024. Click For Restrictions - https://agency.reuters.com/en/copyright.html

Wilmington (Reuters) - Der Chef des E-Auto-Bauers Tesla, Elon Musk, hat im Streit um ein 56-Milliarden-Dollar schweres Vergütungspaket eine erneute juristische Niederlage einstecken müssen.

Die Richterin Kathaleen McCormick entschied am Montag, dass Musk das Geld nicht zusteht, obwohl die Aktionäre des Elektroautoherstellers im vergangenen Juni erneut dafür gestimmt haben. Ursprünglich waren die Boni für bestimmte Ziele bereits 2018 festgelegt worden. Nach dem Urteil kommentierte Musk in einem Beitrag auf "X", dass Aktionäre die Stimmen des Unternehmens kontrollieren sollten, nicht Richter. Tesla veröffentlichte eine Erklärung auf "X" in der das Unternehmen schrieb: "Das Urteil ist falsch, und wir werden Berufung einlegen." Musk und Tesla können beim Obersten Gerichtshof von Delaware Berufung einlegen, was bereits in dieser Woche der Fall sein könnte. Die Berufung könnte sich jedoch über ein Jahr hinziehen.

Bereits im Januar hatte die Vorsitzende des Court of Chancery im US-Bundesstaat Delaware von einer "unfassbaren Summe" gesprochen und entschieden, dass die geplante Vergütung überhöht ist. Tesla hatte laut Gerichtsunterlagen gefordert, dass die Richterin das Votum der Aktionäre vom Juni zugunsten des Gehaltspakets für Musk anerkennen sollte.

Geklagt gegen die Vergütung hatte der Tesla-Aktionär Richard Tornetta. Er argumentierte vor Gericht, die vorgegebenen Ziele für Musk seien leicht zu erreichen gewesen. Es sei nicht einmal verlangt worden, dass Musk seine volle Arbeitskraft dem Autobauer widme. Dieser sei schon damals nur ein Teilzeit-Chef gewesen, da er zugleich die Weltraumraketenfirma SpaceX geführt habe. Musk kaufte später auch die Online-Plattform Twitter, die er dann in X umbenannte.

Auch den Anwälten, die Musks Milliarden-Vergütungen angefochten haben, machte McCormick einen Strich durch die Rechnung. Sie ordnete an, dass Tesla diesen Anwälten 345 Millionen Dollar zahlen muss. Die drei an dem Verfahren beteiligten Kanzleien hatten ein Honorar von sieben Milliarden Dollar gefordert.

(Bericht von Tom Hals, geschrieben von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

onvista Premium-Artikel

onvista Trading-Impuls
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!gestern, 15:36 Uhr · onvista
Favoritenwechsel bei den US-Techwerten: IBM ist zurück!
Gold, Aktien, exotische ETFs
So schützt du dich vor Inflation01. Apr. · onvista
So schützt du dich vor Inflation
Chartzeit Wochenausgabe vom 30.03.2025
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte30. März · onvista
US-Zölle und Inflation: Warum der Abschwung noch weiter gehen könnte

Das könnte dich auch interessieren

Umstrittenes politisches Engagement
Tesla-Absatz in Frankreich und Schweden auf Talfahrt01. Apr. · Reuters
Tesla-Absatz in Frankreich und Schweden auf Talfahrt
Elektrofahrzeughersteller
Ausverkauf der Tesla-Aktien geht weiter31. März · dpa-AFX
Ausverkauf der Tesla-Aktien geht weiter
Neues Model Y legt zu
Teslas Absatz in China gesunkengestern, 13:06 Uhr · Reuters
Teslas Absatz in China gesunken
Chinesischer Technologiekonzern
Xiaomi kooperiert nach E-Auto-Unfall mit Polizei01. Apr. · Reuters
Xiaomi kooperiert nach E-Auto-Unfall mit Polizei