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Euro steigt über 1,07 US-Dollar - Deutsches Finanzpaket beflügelt

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Tamer Adel Soliman/Shutterstock.com

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch über 1,07 US-Dollar geklettert. Die in Deutschland geschnürten Finanzpakete und die damit verbundene Hoffnung auf mehr Wirtschaftswachstum stützten die Gemeinschaftswährung. Sie stieg am Vormittag bis auf 1,0722 US-Dollar und erreichte so den höchsten Stand seit November. Im frühen europäischen Geschäft hatte der Euro noch um 1,06 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs zuletzt am Dienstag auf 1,0557 (Montag: 1,0465) Dollar fest.

In Deutschland haben Union und SPD am Vorabend einen ersten Durchbruch in ihren Sondierungsgesprächen erzielt und ein Finanzpaket von historischem Ausmaß für Verteidigung und Infrastruktur geschnürt. Am Devisenmarkt wurden die Entscheidung euphorisch aufgenommen. Angesichts des schlechten Zustands der Infrastruktur in Deutschland könnten die Mehrausgaben die Wirtschaftskraft besonders deutlich erhöhen, beschreibt Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank, die Erwartungen an den Märkten. Die dann steigenden Steuereinnahmen könnten die Kosten durch die höhere Schuldenaufnahme überkompensieren.

Zudem belastet US-Präsident Donald Trump mit seiner Handels-, Wirtschaft- und Sicherheitspolitik den US-Dollar. "Diese augenscheinliche Willkür, mit der Trump Entscheidungen fällt, mit der er Dinge "great" oder "terrible" findet, verunsichert zutiefst", schreibt Praefcke. "Und diese generelle Unsicherheit und die Tendenz der USA in Richtung Selbst-Isolation schlägt sich offensichtlich langsam im Dollar nieder." Laut Praefcke könnte es sogar ein Ziel der US-Regierung sein, den Dollar zu schwächen.

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