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Adidas: Nike-Zahlen belasten ++ BMW: Analysten ziehen nach ++ Wirecard: Die Rallye geht weiter

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Adidas: Nike-Zahlen belasten ++ BMW: Analysten ziehen nach ++ Wirecard: Die Rallye geht weiter

Vor der Fed-Entscheidung am heutigen Abend präsentieren sich die Anleger eher etwas vorsichtiger. Eine Erhöhung gilt für Börsianer als ausgemacht, wichtig sind daher vor allem die Signale für den weiteren Kurs der Fed. Hohe Energie- und Ölpreise könnten die Inflation anheizen, außerdem läuft die Konjunktur in den USA weiterhin rund. Am Vortag waren starke Daten zur Verbraucherstimmung veröffentlicht worden.

Deswegen werden alle Experten genau hinhören, ob Jerome Powell noch in diesem Jahr einen weiteren Zinsschritt in Aussicht stellt. Womit wir bei der heiß diskutierten Frage wären: Was passiert im Dezember und wie weit will die amerikanische Notenbank überhaupt gehen?

Nach Einschätzung des Experten Bernd Weidensteiner von der Commerzbank dürften die Leitzinsen bei 3,0 Prozent ihren Gipfel erreichen. Auch der Konsens der Volkswirte sieht den Gipfel bei dieser Marke. Aus diesem Grund sind sich die Experten auch sicher, dass die Fed im Dezember noch ein weiteres Mal an der Zinsschraube drehen dürfte.

Bevor sich der weitere Weg der Fed besser einschätzen lässt, bleibt der Dax vorsichtig. Neben der Entscheidung der amerikanischen Notenbank muss der deutsche Leitindex auch noch die Nachwehen der BMW-Gewinnwarnung verdauen. Zu Handelsbeginn liegt der Dax mit 12.380,09 Punkten mit 0,04 Prozent im Plus.

Auffällig ist das Wirecard weiterhin in der Gunst der Anleger ganz vorne rangiert. Nachdem die Aktie bereits gestern über 3 Prozent gewonnen hatte, gehört sie in einem schwachen Umfeld auch heute zu den stärksten Werten im deutschen Leitindex. Damit nimmt das Wertpapier wieder Anlauf auf sein All-Time-High bei 199,05 Euro.

BMW: Analysten rütteln „nur“ am Kursziel

Einen Tag nach der Gewinnwarnung aus München, ziehen heute die Analysten mit ihren Einschätzungen nach. Hier sehen wir ein ähnliches Bild, wie bei Bayer. Die Einschätzungen werden dabei nicht verändert. Lediglich die Kursziele werden nach unten korrigiert. Die Deutsche Bank gehört dabei zu den Optimisten. Trotz der Gewinnwarnung bleiben die Experten bei „BUY“ und senken das Kursziel um 5 Euro auf 110 Euro. Auch Barclays plädiert für „OVERWEIGHT“ mit einem Kursziel bei 106 Euro.

Während die meisten Kurszielsenkungen sich im Rahmen von 2 bis 5 Euro bewegen, sieht HSBC die Lage etwas kritischer. Das Votum lauten zwar immer noch „Hold“ allerdings wurde das Kursziel von 89 auf 79 Euro runtergesetzt.

Die Anleger reagieren heute immer noch verschnupft. Für die BMW-Aktie geht es weiter abwärts – fast 2 Prozent. Auch die Konkurrenz wird weiterhin abgestraft: Daimler – 1,2 Prozent und VW – 2 Prozent.

Anleger nehmen Adidas in Sippenhaft

Beim US-Sportartikelriesen Nike liefen die Geschäfte im Sommer rund. In den drei Monaten bis Ende August legten die Erlöse im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 9,95 Milliarden Dollar (8,46 Mrd. Euro) zu, wie der Adidas -Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss am Konzernsitz in Beaverton mitteilte. Der Nettogewinn stieg um 15 Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar.

Im US-Heimatmarkt, wo der Konzern zeitweise unter der starken Konkurrenz litt und erst im Vorquartal die Umsatzwende geschafft hatte, nahmen die Erlöse um sechs Prozent zu. Wachstumstreiber bleibt jedoch das internationale Geschäft – besonders in Asien und Lateinamerika war die Nachfrage zuletzt hoch.

Nike-Chef Mark Parker zeigte sich zufrieden und strich vor allem Produktinnovationen und Fortschritte in der digitalen Vermarktung als Erfolgsfaktoren heraus. Allerdings legten auch die Kosten teilweise deutlich zu – insbesondere etwa für Marketing-Kampagnen. Dennoch habe man stärkeres Wachstum und höhere Erträge geliefert als zu Beginn des Geschäftsjahres angenommen, sagte Finanzvorstand Andy Campion.

Laut Matthew Boss von J.P. Morgan hat Nike zwar ein solides Geschäftsquartal per Ende August abgeliefert. Die Prognose des Lifestyle-Konzerns für den Gewinn je Aktie im laufenden Quartal sei jedoch um ein Fünftel hinter der Konsensprognose zurückgeblieben. Die Nike-Aktie wurde nachbörslich auch abgestraft.

Konkurrent Adidas bekommt den schwachen Ausblick der Konkurrenz heute auch zu spüren. Obwohl in Herzogenaurach positiver in die Zukunft geblickt wird und die Marke mit den drei Streifen immer geliefert hat, geht es heute um 1 Prozent nach unten.

Kurz & knapp:

Deutschen Börse: Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat die Aktien des Börsenplatzbetreibers von „Halten“ auf „Verkaufen“ abgestuft, wenngleich das Kursziel von 86 auf 97 Euro angehoben wurde. Analyst Neil Smith begründete das neue Votum in einer am Mittwoch vorliegenden Studie mit der zuletzt starken Kursentwicklung. Der Börsenbetreiber dürfte zwar vorerst von US-Zinserhöhungen und mittelfristig von den Initiativen für eine europäische Kapitalmarktunion profitieren. Er hält dies aber längst für eingepreist. Unsichere wirtschaftliche Aussichten machten die Branchenwerte anfällig für eine Korrektur.

Scout24: Der Internetportalbetreiber hat einen neuen Chef gefunden. Tobias Hartmann wird zum 1. Januar 2019 oder früher seinen Posten antreten. Er ist derzeit Vorstandsmitglied und President North America der Hellofresh SE. Der amtierende Scout24-Chef Gregory Ellis hatte Ende August mitgeteilt, das Amt aus persönlichen Gründen niederlegen zu wollen.

Einer kommt, ein weiterer geht: Finanzvorstand Christian Gisy will seinen laufenden Vertrag nicht verlängern, wie Scout24 weiter mitteilte. Dessen Kontrakt läuft noch bis zum 30. September 2019.

Santander: Die spanische Großbank Santander hat überraschend einen Chefwechsel bekanntgegeben. Andrea Orcel von der schweizerischen Großbank UBS werde den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Jose Antonio Alvarez ablösen, teilte Santander am Dienstag mit. Orcel ist bislang bei der UBS für das Investmentbanking verantwortlich. Alvarez werde künftig die Führung bei Santander Spanien übernehmen, hieß es weiter. Er war seit Januar 2015 Chef des Gesamtkonzerns.

Von Markus Weingran

Foto: kit lau / Shutterstock.com

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