Aktien Frankfurt Ausblick: Gewinne erwartet - Dax kämpft weiter um 12 400 Punkte

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte sich am Dienstag den Kursgewinnen aus Übersee zunächst anschließen. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,4 Prozent auf 12 314 Zähler. Damit kämpft der Dax weiter darum, die Hürde bei rund 12 400 Punkten zu überwinden, die ihn seit einer Woche mehrfach ausgebremst hat. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird ebenfalls freundlich erwartet.

An Asiens Börsen hatte der Berater des US-Präsidenten Donald Trump, Peter Navarro, zeitweise für Verwirrung gesorgt und auch Verluste ausgelöst. In einem Interview des Senders Fox News hatte er das Handelsabkommen mit China für beendet erklärt. Trump beschwor jedoch dessen Fortbestehen auf Twitter: "Das Handelsabkommen mit China ist vollständig intakt." Navarro erklärte anschließend US-Medien zufolge, dass seine Äußerungen aus dem Kontext gerissen worden seien.

Die Meldungen zum Handelsabkommen blieben dennoch widersprüchlich, warnte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners in Frankfurt. "Niemand weiß, was da im Moment im Weißen Haus vor sich geht." Zudem hält er die hohe Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus weltweit unverändert für einen "Grund zur Sorge".

Unter den Einzelwerten bleiben die von einem milliardenschweren Bilanzskandal geplagten Wirecard-Papiere im Fokus. Auf der Handelsplattform Tradegate folgte an diesem Morgen im Vergleich zum Xetra-Schluss ein kleiner Erholungsversuch. Die Aktien legten um gut 4 Prozent zu. Allerdings: Der 62-prozentige Kursabsturz der Wirecard-Aktie am vergangenen Donnerstag gilt als zweitgrößte Tagesverlust eines Dax-Titels in dessen fast 32-jähriger Geschichte. Am Freitag hatten Wirecard dann mit einem Einbruch von 35 Prozent an diese Verluste angeknüpft und am Montag war es um weitere gut 44 Prozent abwärts gegangen. Der Zahlungsabwickler hat eingestanden, dass Bankguthaben auf Treuhandkonten in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden Euro "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht bestehen".

Für die Aktien von HeidelbergCement ging es auf Tradegate nach einem positiven Analystenurteil ebenfalls nach oben. Bei der Societe Generale übernahm Analyst Xavier Marchand nun die Bewertung der europäischen Baustoffbranche und hob die Papiere des deutschen Baustoff-Herstellers von "Hold" auf "Buy".

In der zweiten Reihe dürfte der auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierte Softwareanbieter Compugroup in den Blick rücken. Er besorgte sich zur Finanzierung seines Wachstums frisches Geld am Aktienmarkt. Auf Tradegate ging es vorbörslich nun um etwas mehr als 3 Prozent abwärts.

Der Stahlhändler Klöckner & Co äußerte sich am Montagabend unterdessen zu seinem zweiten Quartal und kam besser durch die Corona-Krise als zunächst befürchtet. Das operative Ergebnis (Ebitda) vor Sondereffekten dürfte im zweiten Jahresviertel zwischen 0 und 10 Millionen Euro liegen, erklärte der Konzern. Im Mai hatte KlöCo wegen der Corona-Pandemie noch einen Ebitda-Verlust im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich in Aussicht gestellt. Die KlöCo-Aktien sprangen auf Tradegate um 14 Prozent hoch.

Bei Rhön-Klinikum nahm inmitten der Übernahme durch den Klinikkonzern Asklepios der Rhön-Chef Stephan Holzinger seinen Hut. Er legte sein Vorstandsmandat und seine weiteren Ämter mit sofortiger Wirkung nieder, was vorbörslich auf Tradegate zu leichten Verlusten führte.

Zu Borussia Dortmund (BVB) gab es ebenfalls Neuigkeiten: Der Fußballverein hat sich nach Informationen der Zeitung "Bild" die Dienste des belgischen Rechtsverteidigers Thomas Meunier ab der kommenden Saison gesichert. Der 28-Jährige soll ablösefrei von Paris Saint-Germain kommen und einen Vier-Jahres-Vertrag beim Fußball-Bundesligisten erhalten. BVB reagierten vorbörslich nicht./ck/jha/

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