Krypto-Markt: Herbe Korrektur reißt Bitcoin, Ethereum und Co. in die Tiefe – die möglichen Ursachen

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Krypto-Markt: Herbe Korrektur reißt Bitcoin, Ethereum und Co. in die Tiefe – die möglichen Ursachen

Das zurückliegende Wochenende war ein Blutbad für die Kryptomärkte, Bitcoin musste zeitweise 15 Prozent abgeben und ist bis zurück an die Marke von 50.000 Dollar gefallen, konnte sich dann jedoch wieder auf bisher knapp 57.000 Dollar erholen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den restlichen Coins ab, Ethereum musste bis zu 18 Prozent in die Knie gehen. Insgesamt hat der Crash den Kryptomarkt 300 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung gekostet. Es werden am Markt mehrere Gründe für den Crash genannt.

Charttechnik

Aus charttechnischer Sicht läuft Bitcoin, der das Zugpferd für den restlichen Markt ist, seinen wichtigsten Indikatoren und Trendlinien weiterhin weit voraus. Aus Sicht von 3 Monaten beträgt das Plus auch nach der Korrektur noch über 50 Prozent. auf Jahressicht sind es weiterhin fast 700 Prozent. Angesichts dieser enormen Gewinne scheint selbst eine Korrektur um 15 Prozent als nicht allzu schmerzhaft, im Gegenteil stellen diese Korrekturen gesunde Marktbewegungen dar. Auch in der Vergangenheit hat der Kryptomarkt in bullischen Phasen immer wieder Rücksetzer von bis zu 40 Prozent auf dem Weg nach oben gemacht.

Sorge vor massiver Regulierung

Als weiterer Auslöser des Ausverkaufs wurden Gerüchte genannt, wonach das US-Finanzministerium verstärkt gegen die Verwendung von Kryptowährungen für Geldwäsche vorgehen könnte. Dies berichteten mehrere auf Nachrichten zu Kryptowerten spezialisierte Internetseiten. Ebenso war das Gerücht auf einschlägigen Twitter-Konten aus der Kryptoszene zu lesen. Das Ministerium hat diese Gerüchte bisher nicht bestätigt.

Zudem hatte die Türkei bereits am Freitag Zahlungen mit Kryptowährungen im Land verboten. Wie aus dem Amtsblatt der Regierung hervorgeht, sollen Zahlungen in Kryptowährungen mit Wirkung zum 30. April nicht mehr erlaubt sein. Die Neuregelung verbietet es Zahlungsabwicklern, Transfers in Kryptowährungen vorzunehmen. Das Halten von Digitalwährungen scheint von dem Verbot dagegen nicht betroffen zu sein. Die Zentralbank der Türkei begründete das Verbot auf ihrer Internetseite mit „signifikanten Risiken“, die mit Kryptowährungen einhergingen. Dazu zählt sie unter anderem eine fehlende Regulierung und Aufsicht, die zumeist starken Kursschwankungen und die Möglichkeit der Verwendung für illegale Zwecke.

Stromausfall in Mining-Hotspot in China

Ein weiterer Grund könnte ein massiver Stromausfall in der Region Xinjiang in China gewesen sein, die einer der Hotspsots für Krypto-Mining-Unternehmen ist. Dies wird ebenfalls am Markt diskutiert, es ist jedoch unklar, warum der Ausfall einen direkten Einfluss auf die kurzfristige Preisentwicklung haben sollte. Spekuliert wird, dass große Bitcoin-Bestände von Investoren abgestoßen wurden, die nähere Infromationen zu der Lage in der Region haben, die derzeit unter Überschwemmungen leidet.

Laut dem Cambridge Bitcoin Energy Consumption Index macht Xinjiang fast ein Viertel der globalen Hash-Rate aus, also der Rechenleistung, die im Bitcoin-Netzwerk steckt. Nach dem Stromausfall wurde der größte Rückgang der Hashrate seit November 2017 gemessen.

Von Alexander Mayer mit Material von dpa-AFX

Titelfoto: Andrey Suslov / Shutterstock.com

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