Vorbörse: Dax kräftig im Plus erwartet – Wirecard-Aktie nach neuem „FT“-Artikel zum Kerngeschäft kräftig im Minus

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Vorbörse: Dax kräftig im Plus erwartet – Wirecard-Aktie nach neuem „FT“-Artikel zum Kerngeschäft kräftig im Minus

DEUTSCHLAND: – GEWINNE – Getrieben von Notenbankliquidität und der Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus ziehen die Aktienmärkte weiter an. Nach einem Vorwochenplus von mehr als dreieinhalb Prozent dürfte der Dax am Montag mit kräftigem Rückenwind aus Asien mit Gewinnen starten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex knapp eine Stunde vor dem Xetra-Start rund zwei Prozent im Plus auf 12.775 Punkte. Das Pendel schwenkt somit aktuell in Richtung Konjunkturoptimismus, nachdem Anleger jüngst stärker zwischen der Hoffnung auf eine Erholung der Konjunktur und Corona-Sorgen gefangen schienen.

Schon vor Börsenstart steht die Aktie von Wirecard erneut im Fokus. Wie die Financial Times am Sonntag berichtet, soll das Kerngeschäft von Wirecard entgegen den Aussagen von Ex-Vorstandschef Markus Braun alles andere als glänzen. Auf der Handelsplattform Tradegate liegt die Aktie eine Stunde vor Börsenstart fast 20 Prozent im Minus.

# Wirecard: Hat Markus Braun alle angelogen? - Kerngeschäft auch mit kräftigen Verlusten behaftet?

USA: – GEWINNE – In den USA fand am Freitag wegen der Feierlichkeiten rund um den Unabhängigkeitstag kein Handel statt. Am Donnerstag hatte der US-Leitindex Dow Jones Industrial noch 0,36 Prozent im Plus geschlossen mit 25.827,36 Punkten.

ASIEN: – GEWINNE – Die wichtigsten Börsen Asiens haben am Montag zugelegt. Laut Händlern überwiegt aktuell der Optimismus hinsichtlich einer raschen Konjunkturerholung die Sorgen in puncto der Folgen weltweit wieder steigender Corona-Fälle. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg zuletzt um rund 1,6 Prozent. In China ging es für den CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen zuletzt um mehr als 4 Prozent nach oben und der Hang Seng  in Hongkong kletterte um knapp dreieinhalb Prozent.

DAX 12528,18 -0,64%

XDAX 12583,74 0,06%

EuroSTOXX 50 3294,38 -0,77%

Stoxx50 3024,18 -1,02%

DJIA 25827,36 0,36%

S&P 500 3130,01 0,45%

NASDAQ 100 10341,89 0,61%

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

Bund-Future 175,74 -0,15%

DEVISEN: – EURO LEICHT STÄRKER – Der Euro ist mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Am Montagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1285 US-Dollar und damit einen halben Cent mehr als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch auf 1,1224 Dollar festgesetzt.

Marktteilnehmer erklärten die Euro-Gewinne vor allem mit der überwiegend freundlichen Aktienmarktstimmung in Asien. Nach wie vor wägen die Anleger die Chancen einer wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise gegen das Risiko neuer Infektionswellen ab. Insbesondere in den USA ist die Lage nach wie vor angespannt.

An Konjunkturdaten werden zu Wochenbeginn in der Eurozone Auftragsdaten aus der deutschen Industrie erwartet. Für den Berichtsmonat Mai wird mit einer starken Erholung nach dem drastischen Einbruch in der Corona-Krise gerechnet. In den USA steht mit dem ISM-Index für die Dienstleister ein wichtiger konjunktureller Frühindikator an.

Euro/USD 1,1283 0,32%

USD/Yen 107,68 0,16%

Euro/Yen 121,49 0,47%

ROHÖL: – SCHWANKUNGSFREUDIG . Die Ölpreise haben zu Beginn der neuen Woche zunächst keine klare Richtung gefunden. Während europäisches Rohöl am Montag etwas teurer war, kostete amerikanisches Leichtöl etwas weniger. Am Morgen wurde ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit 43,09 US-Dollar gehandelt. Das waren 29 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel dagegen leicht um 15 Cent auf 40,50 Dollar.

Der Ölmarkt wird wie die Finanzmärkte insgesamt durch das Gegenüber von Konjunkturhoffnungen und Corona-Ängsten in Atem gehalten. Auf der einen Seite stehen überwiegend solide Wirtschaftsdaten, die auf eine deutliche Erholung der Konjunktur nach dem Einbruch in der Corona-Krise hindeuten. Dies gilt nicht zuletzt für die beiden weltgrößten Ölverbrauchsländer USA und China.

Andererseits ruft die Entwicklung der Corona-Pandemie Bedenken hervor. Insbesondere in den USA und Südamerika ist die Zahl der Neuinfektionen immer noch hoch. Es besteht die Furcht vor neuen Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die die konjunkturelle Erholung gefährden und die Rohölnachfrage belasten könnten.

Brent 43,08 +0,28 USD

WTI 40,49 -0,16 USD

UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR SYMRISE AUF 102 (96) EUR – ‚OUTPERFORM‘

CREDIT SUISSE HEBT ZIEL FÜR WACKER CHEMIE AUF 71 (58) EUR – ‚OUTPERFORM‘

– CREDIT SUISSE SENKT ZIEL FÜR KLÖCKNER & CO AUF 6,20 (6,40) EUR – ‚OUTPERFORM‘

DEUTSCHE BANK HEBT ZIEL FÜR HAPAG-LLOYD AUF 42 (30) EUR – ‚HOLD‘

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR DEUTSCHE POST AUF 40,51 (33,08) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BARCLAYS HEBT ZIEL FÜR L’OREAL AUF 236 (217) EUR – ‚UNDERWEIGHT‘

DEUTSCHE BANK HEBT A.P. MOLLER-MAERSK AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 9500 (7200) DKK

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR AXA AUF 26,50 (24,30) EUR – ‚BUY‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR RECKITT BENCKISER AUF 6600 (5900) PENCE – ‚HOLD‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR RIO TINTO AUF 5400 (5200) PENCE – ‚BUY‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR UNILEVER NV AUF 54,40 (52,50) EUR – ‚BUY‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR UNILEVER PLC AUF 4830 (4600) PENCE – ‚BUY‘

– JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR SAINT-GOBAIN AUF 37 (35) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

RBC HEBT ZIEL FÜR UNILEVER NV AUF 34 (33) EUR – ‚UNDERPERFORM‘

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

11:00 DEU: CPU Softwarehouse, Hauptversammlung (online)

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Auftragseingang Industrie 05/20

09:00 ESP: Industrieproduktion 05/20

10:30 EUR: Sentix-Investorvertrauen 07/20

11:00 EUR: Einzelhandelsumsatz 05/20

15:45 USA: PMI Dienste 06/20 (endgültig)

16:00 USA: ISM-Index Dienste 06/20

SONSTIGE TERMINE

09:00 Online-Pressegespräch Unternehmensberatung zeb: „Nachhaltigkeitsstudie 2020 – Neue Chancen für Banken“

10:00 DEU: Online-PK zur Situation der Möbel- und Küchenindustrie in der Corona-Pandemie

14:00 Auftakt für das größte ländlich geförderte Breitbrandprojekt in Deutschland in der Altmark. Als Gäste erwartet werden u.a. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU)

BEL: Treffen der EU-Landwirtschaftsminister

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

Prognose Vorwert

EUROZONE

08.00 Uhr

Deutschland

Auftragseingang Industrie, Mai

Monatsvergleich +15,4 -25,8

Jahresvergleich -24,0 -36,6

09.00 Uhr

Spanien

Industrieproduktion, Mai

Monatsvergleich +16,9 -21,8

Jahresvergleich -18,3 -33,6

10.30 Uhr

Eurozone

Sentix-Investorenvertrauen, Juli -10,4 -24,8 (in Pkt.)

11.00 Uhr

Eurozone

Einzelhandelsumsatz, Mai

Monatsvergleich +15,0 -11,7

Jahresvergleich -6,5 -19,6

VEREINIGTES KÖNIGREICH

— keine entscheidenden Daten erwartet —

USA

15.45 Uhr

Markit-PMI Dienste, Juni 47,0 37,5 (in Pkt)

16.00 Uhr

ISM-Index Dienste, Juni 50,0 45,4 (in Pkt)

Redaktion onvista / dpa-AFX

Foto: H-AB / shutterstock.com

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Kurs zu Dollarkurs Devisen

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14.08.2020, 13:55, außerbörslich
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