Vorbörse: Dax mit Stabilisierungsversuch – Wall Street mit beeindruckender Wende nach Kurseinbruch

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)

DEUTSCHLAND: – STABILISIERUNGSVERSUCH – Nach dem Kurssturz zu Wochenbeginn zeichnet sich im Dax am Dienstag etwas Entspannung ab. Für bessere Laune sorgt die beeindruckende Wende an der Wall Street am Vorabend, die allerdings in Asien keine Wirkung zeigte. Gleichwohl taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex gut zwei Stunden vor dem Xetra-Start 1,1 Prozent höher auf 15 183 Punkte. Die zugespitzte Ukraine-Krise und die bevorstehende US-Notenbanksitzung hatten die Anleger zu Wochenbeginn nervös gemacht. Im Dax-Chart trübte sich das Bild deutlich ein: Der Index sackte nicht nur unter seine exponentielle 200-Tage-Linie, sondern sogar erstmals seit Oktober wieder unter 15 000 Punkte. Letztlich konnte er die runde Marke nur knapp halten.

USA: – WENDE NACH KURSEINBRUCH – Nervöse Anleger haben am Montag an den New Yorker Börsen für eine Berg- und Talfahrt mit positivem Endergebnis gesorgt. Neben den Zins- und Inflationssorgen hielten zunehmende geopolitische Befürchtungen den US-Aktienmarkt zunächst auf Talfahrt. Auf dem tiefsten Niveau des Dow Jones Industrial seit Anfang April griffen mutige Anleger bei 33 150 Punkten dann aber wieder zu. Der Leitindex holte einen Spitzenverlust von mehr als drei Prozent noch vollständig auf. Mit einem Schlussspurt schaffte es der Dow Jones Industrial letztlich sogar noch mit 0,29 Prozent ins Plus, indem er bei 34 364,50 Punkten aus dem Handel ging. Im Vergleich zum Tagestief hatte er damit etwa 1200 Zähler wieder zurückgewonnen. Der marktbreite S&P 500 ging 0,27 Prozent höher bei 4410,13 Punkten ins Ziel und der technologielastige Nasdaq 100 erholte sich um 0,49 Prozent von seinem Kursrutsch der vergangenen Tage. Er schloss bei 14 509,58 Zählern.

ASIEN: – VERLUSTE – Die Börsen Asiens sind den leicht positiven Vorgaben der Wall Street am Dienstag nicht gefolgt. So waren die großen US-Indizes zum Wochenstart zunächst eingebrochen, hatten es im späten Handel aber knapp in die Gewinnzone geschafft. Solche starken Kursausschläge hätten nicht nur fundamentale Gründe, sagte der Analyst Charlie Lay von der Commerzbank. Er sieht die Märkte an einem Scheideweg. Auf die Stimmung drücken weiterhin die Unsicherheit über das Tempo der geldpolitischen Straffung in den USA sowie die Ukraine-Krise. Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss 1,7 Prozent im Minus bei 27 131,34 Punkten. Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland sank zuletzt um 1,2 Prozent. Für den Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungsregion Hongkong ging es um knapp 1,5 Prozent abwärts.

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DAX 15011,13 -3,80%

XDAX 15271,95 -1,23%

EuroSTOXX 50 4054,36 -4,14%

Stoxx50 3646,08 -3,59%

DJIA 34364,50 0,29%

S&P 500 4410,13 0,27%

NASDAQ 100 14509,58 0,49%

ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

RENTEN:

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Bund-Future 170,65 -0,01%

DEVISEN:

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Euro/USD 1,1307 -0,12%

USD/Yen 113,82 -0,15%

Euro/Yen 128,69 -0,27%

Der Euro hat sich am Dienstag im frühen Handel an der Marke von 1,13 US-Dollar gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1310 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1304 Dollar festgesetzt.

An den Finanzmärkten bleibt die Lage durch erhöhte Unsicherheit und entsprechend hohe Kursschwankungen geprägt. Für Verunsicherung sorgt die absehbar straffere US-Geldpolitik und die Ukraine-Krise. Devisenhändler greifen in diesem Umfeld vermehrt zu Währungen, die als sichere Alternativen gelten. Dazu zählen der japanische Yen und der Schweizer Franken. Am Montag war der Franken zum Euro auf einen sechsjährigen Höchststand gestiegen.

Am Dienstag blicken die Marktteilnehmer unter anderem auf Konjunkturdaten aus Deutschland. Das Ifo-Institut veröffentlicht sein Geschäftsklima. Die monatliche Unternehmensumfrage gibt Auskunft über den Zustand der Wirtschaft. Angesichts der grassierenden Omikron-Variante wird mit einer Stimmungseintrübung gerechnet.

ROHÖL:

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Brent 86,81 +0,54 USD

WTI 83,71 +0,40 USD

UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

– BARCLAYS SENKT ZIEL FÜR MTU AUF 240 (241) EUR – ‚OVERWEIGHT‘

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR KION AUF 110 (116) EUR – ‚BUY‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR SYMRISE AUF 131 (130) EUR – ‚BUY‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR GERRESHEIMER AUF 80,20 (86,20) EUR – ‚NEUTRAL‘

– RBC HEBT UNIPER AUF ‚SECTOR PERFORM‘ (UNDERPERFORM) – ZIEL 40 (35) EUR

– RBC HEBT ZIEL FÜR EON AUF 12 (11,25) EUR – ‚SECTOR PERFORM‘

– RBC SENKT ZIEL FÜR SCOUT24 AUF 78 (81) EUR – ‚OUTPERFORM‘

– STIFEL HEBT ENCAVIS AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 20,80 EUR

– BERENBERG HEBT DELTA AIR LINES AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 50 (48) USD

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR SOUTHWEST AIRLINES AUF 62 (70) USD – ‚BUY‘

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR UNITED AIRLINES AUF 45 (50) USD – ‚HOLD‘

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR AMERICAN AIRLINES AUF 14,85 (19) USD – ‚HOLD‘

– BERENBERG HEBT VAT GROUP AUF ‚BUY‘ (HOLD) – ZIEL 475 (445) CHF

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR AIR FRANCE-KLM AUF 3,25 (3,60) EUR – ‚SELL‘

– BERENBERG SENKT ZIEL FÜR IAG AUF 180 (200) PENCE – ‚HOLD‘

– JEFFERIES HEBT ZIEL FÜR BNP PARIBAS AUF 79 (72) EUR – ‚BUY‘

– JPMORGAN SENKT GREEN HYDROGEN SYSTEMS AUF ‚UNDERWEIGHT‘ (N) – ZIEL 28 (42) DKK

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR ITM POWER AUF 410 (500) PENCE – ‚NEUTRAL‘

– JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR NEL ASA AUF 10 (13) NOK – ‚UNDERWEIGHT‘

– ODDO BHF HEBT PUBLICIS AUF ‚OUTPERFORM‘

– ODDO BHF SENKT WPP AUF ‚NEUTRAL‘ (OUTPERFORM)

– RBC HEBT THG HOLDING AUF ‚OUTPERFORM‘ (SECTOR PERFORM) – ZIEL 500 PENCE

– RBC SENKT BOOHOO AUF ‚SECTOR PERFORM‘ (OUTPERFORM) – ZIEL 150 (330) PENCE

TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

TERMINE UNTERNEHMEN

03:00 CHE: Logitech, Q3-Zahlen

06:00 KOR: Hyundai Motor, Q4-Zahlen

07:00 SWE: Ericsson, Jahreszahlen

07:30 FRA: Remy Cointreau, Q3-Umsatz

12:20 USA: General Electric, Q4-Zahlen

12:30 USA: 3M, Q4-Zahlen

12:45 USA: Johnson & Johnson, Q4-Zahlen

12:55 USA: Raytheon Technologies, Q4-Zahlen

13:00 USA: American Express, Q4-Zahlen

13:30 USA: Lockheed Martin, Q4-Zahlen

13:30 USA: Verizon Communications, Q4-Zahlen

17:30 USA: Visa, Hauptversammlung

22:01 USA: Microsoft, Q2-Zahlen

22:01 USA: Texas Instruments, Q4-Zahlen

22:05 USA: Capital One Financial, Q4-Zahlen

TERMINE UNTERNEHMEN OHNE ZEITANGABE

CHE: Sika AG, außerordentliche Hauptversammlung

TERMINE KONJUNKTUR

08:00 DEU: Bauhauptgewerbe 11/21

08:00 DEU: Frühindikator für den Außenhandel (Exporte in Nicht-EU-Staaten,

vorläufige Ergebnisse) 12/21

10:00 DEU: Ifo-Geschäftsklima 01/22

14:00 HUN: Zentralbank, Zinsentscheid

15:00 BEL: Geschäftsklima 01/22

15:00 USA: FHFA-Index 11/21

16:00 USA: Verbrauchervertrauen 01/22

16:00 USA: Richmond Fed Herstellerindex 01/22

22:30 USA: API Ölbericht (Woche)

SONSTIGE TERMINE

10:00 DEU: Heraeus Edelmetallprognose 2022

BEL: 1. Tag der 14. Europäischen Weltraumkonferenz u.a. mit Robert Habeck

+ 09.00 Eröffnung u.a. mit EU-Kommissar Thierry Breton, Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire und Belgiens Außenministerin Sophie Wilmès.

+ 11.30 Unterhaltung mit Alexander Gerst

+ 14.20 Keynote von Vizekanzler Robert Habeck (Grüne)

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE, UK UND DIE USA

^ Prognose Vorwert

EUROZONE

10.00 Uhr

Deutschland

Ifo-Geschäftsklima, Jan 94,5 94,7

Erwartungsindex 93,0 92,6

Lageindex 96,1 96,9

(je in Pkt)

GROSSBRITANNIEN

— keine marktbewegenden Daten erwartet —

USA

15.00 Uhr

FHFA-Hauspreisindex, Nov

Monatsvergleich +1,0 +1,1

Jahresvergleich —- +17,4

Case-Shiller-Hauspreisindex, Nov

Jahresvergleich 18,0 +18,4

16.00 Uhr

Verbrauchervertrauen Conf. Board 111,4 115,8

(Jan, in Pkt)

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