ROUNDUP 2: Bitcoin steigt über 42 000 Dollar - Höchster Stand seit April 2022

dpa-AFX · Uhr

NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Bitcoin hat seine jüngste Rally mit dem Sprung über die Marke von 42 000 US-Dollar fortgesetzt. Am Montag kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp bis zu 42 162 US-Dollar und damit rund viereinhalb Prozent mehr als am Tag zuvor. Es ist der höchste Stand seit April 2022, also seit etwas mehr als eineinhalb Jahren.

Mit dem jüngsten Kurssprung bringt es der Bitcoin wieder auf einen Marktwert von rund 820 Milliarden Dollar. Sein Anteil am Gesamtmarkt aller Digitalwährungen macht damit wieder etwas mehr als 50 Prozent aus. Anfang des Jahres war dieser Marktanteil auf 40 Prozent gefallen.

Denn vor rund einem Jahr war auch der Bitcoin-Kurs bis auf etwa 15 000 Dollar gefallen. Damals hatten Turbulenzen am Kryptomarkt im Zusammenhang mit der Kryptobörse FTX einen Kurssturz ausgelöst. Die daraus resultierenden Image-Probleme scheinen sich mittlerweile zumindest etwas verringert zu haben. Ungeachtet dessen ist die älteste und bekannteste Kryptowährung der Welt von ihrem Rekordhoch weit entfernt. Es wurde zum Höhepunkt des Krypto-Booms im November 2021 mit knapp 69 000 Dollar markiert.

Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ether profitieren schon seit einer Weile von der Aussicht auf die Zulassung eines ETF-Fonds in den USA, mit dem direkt in den Bitcoin investiert werden kann (Spot-ETF). Experten halten die Zulassung durch die US-Börsenaufsicht Anfang des neuen Jahres für denkbar. Sicher ist das allerdings nicht: "Wir wissen immer noch nicht genau, wann es so weit sein wird - aber wir sind fest davon überzeugt, dass es bald so weit sein wird", bringt Craig Erlam vom Handelshaus Oanda die Marktstimmung augenzwinkernd auf den Punkt.

Fachleute erhoffen sich von der Zulassung eines Spot-ETF eine stärkere Nachfrage nach Bitcoin und einen Reputationsgewinn. Einige wie Kryptoexperte Timo Emden sprechen von einer Art Ritterschlag für die Digitalwährung. Die Hoffnung auf eine Zulassung fungiere derzeit als "Zugpferd Nummer eins". "Offensichtlich wollen sich nun auch die letzten Spekulanten vor einer möglichen Zulassung positionieren", heißt es in einem Marktkommentar Emdens.

Zulauf erhalten Kryptowährungen auch durch die Hoffnung auf perspektivisch sinkende Leitzinsen. Von der US-Notenbank Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank (EZB) werden angesichts der rückläufigen Inflation bereits im Frühjahr 2024 erste Zinssenkungen erwartet. Riskante Anlagen, zu denen Bitcoin und Co. zählen, profitierten von der Aussicht auf fallende Zinsen. Denn so verlieren sichere Alternativen wie festverzinsliche Staatsanleihen ein Stück weit an Attraktivität./bgf/jsl/jha/

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