Lohnwachstum in Großbritannien schwächt sich etwas ab
London (Reuters) - In Großbritannien hat sich das kräftige Lohnwachstum abgeschwächt.
Die Grundgehälter lagen in den Monaten April bis Juni um 5,4 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr, wie das Nationale Statistikamt ONS am Dienstag mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Zeitraum Mai bis Juli 2022 mit damals 5,2 Prozent. Die Bank of England (BoE), die am 19. September wieder über die Leitzinsen entscheidet, strebt eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an. Sie beobachtet beim Abstecken des geldpolitischen Kurses den Arbeitsmarkt und die Entwicklung des Lohnwachstums genau.
Sie hat Anfang des Monats den Leitzins um einen Viertelpunkt auf 5,0 Prozent gesenkt. Es war die erste Lockerung seit dem Frühjahr 2020. Die Inflationsrate verharrte im Juni auf dem Zielwert der Notenbank von 2,0 Prozent. Für die am Mittwoch anstehenden Verbraucherpreisdaten für Juli erwarten die von Reuters befragten Experten einen Anstieg auf 2,3 Prozent. Die Notenbank geht davon aus, dass die Inflation gegen Jahresende noch befeuert wird. Sie könnte wegen eines statistischen Basiseffekts im Zusammenhang mit den Energiepreisen auf 2,75 Prozent nach oben gehen.
(Bericht von David Milliken, geschrieben von Reinhard Becker; Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)