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SGL Group: Neuer 5-Jahres Plan verschreckt Anleger – Aktie fast 20 Prozent im Minus

onvista

Kommen Nachrichten kurz vor oder kurz nach Börsenschluss, dann sind es in den meisten Fällen keine guten Neuigkeiten. Die SGL Group hat Dienstag-Abend ihren neuen 5-Jahresplan präsentiert. Was die Anleger von den neuen Plänen halten, bekommt das Wertpapier heute mehr als deutlich zu spüren.

SGL Group: Neuer 5-Jahres Plan verschreckt Anleger – Aktie fast 20 Prozent im Minus

Minus 60 Prozent seit Jahresbeginn

Die Aktien der SGL Group sind am Donnerstag nach der Vorlage des neuen Fünfjahresplans des Kohlefaserspezialisten um rund ein Fünftel auf den tiefsten Stand seit dem Jahr 2002 eingebrochen. Zuletzt wurden die Papiere 18,5 Prozent tiefer bei 7,17 Euro gehandelt und waren damit weit abgeschlagenes Schlusslicht im SDax. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust nun bereits auf über 60 Prozent.

Ziele verschieben sich um ein Jahr

Der Carbon-Hersteller hatte für 2019 ein operatives Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen in etwa auf Vorjahresniveau angekündigt. Die Investitionen im Zeitraum 2019 bis 2021 sollen steigen. Deshalb werde das bisherige Ziel, ab 2020 einen mindestens ausgeglichenen Free Cashflow vorzulegen, um ein Jahr verschoben, hieß es. „Beim Konzernumsatz liegt unser Ziel für das Jahr 2022 nun um einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag über unserem bisherigen Ziel von 1,3 Milliarden Euro.“ Die Profitabilität (Ebit-Marge) im Jahr 2022 soll sich den Angaben zufolge weiterhin im Rahmen des bisher kommunizierten Ziels von mindestens 10 Prozent bewegen.

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Nicht nur die Anleger meckern

Analysten monierten vor allem, dass SGL für das kommende Jahr nur ein stabiles operatives Ergebnis anpeilt. Analyst Hans-Joachim Heimbürger von Kepler Cheuvreux hatte laut einem aktuellen Kommentar mit einer Steigerung um 10 bis 15 Prozent gerechnet. Die Commerzbank-Analystin Yasmin Steilen sprach von einer „klaren Enttäuschung“. In Verbindung mit dem um ein Jahr verzögerten Free-Cashflow-Ziel sieht sie sich in ihrer skeptischen Einschätzung bestätigt.

Onvista/dpaAFX

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