Studie - Deutscher Mindestlohn im oberen Mittelfeld der EU

Reuters

Berlin (Reuters) - Mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde rangiert Deutschland in der Europäischen Union (EU) im oberen Mittelfeld.

Studie - Deutscher Mindestlohn im oberen Mittelfeld der EU

In einer Vergleichsgruppe von sieben westeuropäischen Industriestaaten belegt die Bundesrepublik jedoch den letzten Platz. Zu diesem Ergebnis kommt das WSI-Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in seinem am Donnerstag veröffentlichten Mindestlohnbericht. Das Spitzenfeld der westeuropäischen Industriestaaten werde von Luxemburg mit 12,38 Euro angeführt, gefolgt von Frankreich, den Niederlanden, Irland und Belgien. Großbritannien teile sich derzeit noch Platz sechs mit Deutschland. Auf der britischen Insel steige die Lohnuntergrenze ab 1. April aber auf 9,93 Euro, so dass Deutschland zurückfalle.

Innerhalb der EU wiesen die Mindestlöhne am Jahresanfang der Studie zufolge große Spannweiten auf, die von 1,87 Euro in Bulgarien bis hin zum Spitzenwert in Luxemburg reichten. Nicht berücksichtigt seien dabei die nordischen Länder, Österreich und Italien, in denen es keine gesetzlichen Mindestlöhne gebe.

In Deutschland fordern Gewerkschaften wie auch die SPD eine einmalige Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro. Die Union lehnt eine solche Erhöhung bisher ab. Bleibt es beim bisherigen Mechanismus der Mindestlohn-Kommission, könnte der Mindestlohn 2021 um mindestens 50 Cent auf 9,85 Euro steigen.

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