Markt Update: Dax unter Druck – Zinserhöhung belastet – Uniper-Aktie nicht mehr zu retten – Deutsche Post nach Abstufung Schlusslicht

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Die Anleger richten ihre Augen auf die Fed, die heute über eine weitere Zinserhöhung entscheidet. Eine Erhöhung um 75 Basispunkte (0,75 Prozentpunkte) gilt als sicher, einige Beobachter gehen sogar von einer Erhöhung um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) aus. Derzeit liegt der Zins der Fed zwischen 2,25 und 2,5 Prozent.

Ein höherer Zins belastet den Aktienmarkt. Der Dax sackte im frühen Handel mit einem Minus von 1 Prozent auf ein Dreimonatstief ab, drehte dann aber wieder und reduzierte die Verluste auf 0,75 Prozent.

Uniper fällt ins Bodenlose

Nichts steht der Verstaatlichung von Uniper mehr im Weg. Der finnische Mutterkonzern Fortum steht kurz davor, seinen Anteil von 78 Prozent an den Bund zu verkaufen. Der Bund werde für die Anteile 480 Mio. Euro zahlen, wie Habeck am Mittwoch in Berlin sagte. Weiterhin wird es bei Uniper eine Kapitalerhöhung geben, die 8 Mrd. Euro in die Kassen spülen soll und bei der ausschließlich der Bund zeichnungsberechtigt ist. Mal schauen, ob und wann Uniper von der Börse genommen wird.

Die Aktien von Fortum steigen – und zwar kräftig. Nach Bekanntgabe des Deals kletterten sie um mehr als 15 Prozent in die Höhe. Fortum hat den Klotz am Bein weitergereicht.

Eon verlängert Vertrag mit Chef Birnbaum bis 2028

Anders dagegen beim Versorger Eon, der das Vertrauen in seinen Konzernchef Leonhard Birnbaum bekräftigt hat. Der Aufsichtsrat habe auf seiner heutigen Sitzung den Vertrag mit Birnbaum um weitere fünf Jahre bis zum 30. Juni 2028 verlängert, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Essen mit. Birnbaum gehört seit 2013 zu dem Führungsgremium des Konzerns und ist seit April 2021 Vorstandsvorsitzender.

HeidelbergCement ist Geschichte

Der Hersteller von Baustoff nennt sich einfach nur um und heißt ab dem neuen Jahr 2023 Heidelberg Materials. Dies teilte die Geschäftsführung am Dienstag mit. Der Grund für diese Umbenennung: Das Portfolio des Dax-Konzerns habe deutlich mehr im Angebot als nur Zement. Weiterhin unterstreiche die Namensänderung den Willen, das erste klimaneutrale Unternehmen der Branche zu werden.

Deutsche Post: Aktie nach Abstufung unter Druck

Das hat gesessen: Die US-Invvestmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel der Deutschen Post gesenkt. Betrug es vorher 55 Euro, liegt es nun bei 38 Euro. Das ist aber immer noch über dem derzeitigen Stand.

Der Aktie hat es aber nicht geholfen: Sie fiel im frühen Handel um 3,4 Prozent. Das verstärkt den Druck auf die Aktie, die in der letzten Woche über 7 Prozent verlor, nachdem der US-Logistikriese FedEx eine Gewinnwarnung herausgab. Das wurde als schwere Zeit für die Logistikbranche gewertet. Auf Wochensicht hat die Deutsche-Post-Aktie über 12 Prozent verloren. Im frühen Handel fiel die Aktie ans Dax-Ende.

(mit Material von dpa-AFX)

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