Alle Taylor-Swift-Konzerte in Wien wegen Anschlagsverdacht abgesagt

Reuters · Uhr

- von Alexandra Schwarz-Goerlich

Wien (Reuters) - In Österreich sind alle drei Konzerte der US-Sängerin Taylor Swift wegen eines möglicherweise geplanten Anschlags abgesagt worden.

Das teilte der Veranstalter Barracuda Music am späten Mittwochabend mit. Zuvor hatte die Polizei die Festnahme von zwei Verdächtigen bekannt gegeben. "Aufgrund der Bestätigung durch Regierungsbeamte über einen geplanten Terroranschlag im Ernst-Happel-Stadion, haben wir keine andere Wahl, als die drei geplanten Shows zur Sicherheit abzusagen", so der Veranstalter. Die 34-jährige Sängerin hätte ab Donnerstag drei Konzerte im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion in Wien geben sollen. Die Polizei, die zuvor angekündigt hatte, die Vorkehrungen für die Sicherheit bei den Konzerten zu erhöhen, rechnete mit täglich rund 65.000 Besuchern.

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer schrieb am späten Mittwochabend auf der Plattform X, die Situation sei sehr ernst gewesen. "Dank der intensiven Zusammenarbeit unserer Polizei und dem neu aufgebauten DSN (Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst) mit ausländischen Diensten konnte die Bedrohung frühzeitig erkannt, bekämpft und eine Tragödie verhindert werden." Die Einsatzkräfte würden derzeit auf Hochtouren ermitteln.

Zuvor am Mittwoch hatte die Polizei in Niederösterreich und Wien zwei Verdächtige festgenommen, die den Angaben zufolge konkrete Anschlagspläne für Veranstaltungen im Großraum Wien vorbereitet hätten. Einer der beiden Festgenommenen sei ein 19-jähriger österreichischer Staatsbürger, der einen Treueschwur auf den derzeitigen Anführer der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) abgelegt habe. Der Mann soll sich im Internet radikalisiert haben. Zur zweiten Person machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Aufgrund des Verdachtes, dass sich Sprengstoff am Wohnort eines Verdächtigen in Ternitz in Niederösterreich befindet, sei der Entschärfungsdienst hinzugerufen worden, sagte Ruf. Die Hausdurchsuchung dauerte bis in den Abend an.

Nach Angaben der Veranstalter werden alle Tickets für die abgesagten Konzerte automatisch innerhalb der nächsten zehn Tage rückvergütet.

(Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com)

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