Goldpreis kurzfristig heiß gelaufen - Barrick Gold und Newmont Mining im Fokus

onvista · Uhr

Wie ist die charttechnische Situation beim Edelmetall und den großen Minenwerten Barrick und Newmont einzustufen?

Quelle: whiteMocca/Shutterstock.com

Anziehende US-Zinsen waren im zweiten Quartal Gift für das Edelmetall: Nachdem der Preis je Feinunze noch im März im Zuge der Eskalation in der Ukraine bis an das Allzeithoch aus dem August 2020 bei 2.074 USD kletterte, ging es bis Ende Juli nur in eine Richtung: Südwärts.

Hoffnung für die Bullen: Die Erholung war impulsiv

Ausgehend vom bisherigen Jahrestief Ende Juli um 1.680 USD hat sich der Preis des Edelmetalls allerdings in den vergangenen Wochen zwischenzeitlich zeitweise um 130 USD erholt und einen wichtigen Widerstand in Form des Junitiefs erreicht.

Die gute Nachricht für die Bullen: Die Erholungsbewegung der vergangenen drei Wochen verlief in einer bullisch zu interpretierenden Impulsbewegung. Dies spricht mittelfristig für weiter anziehende Kurse Richtung 1.850/60 USD - potenziell deutlich höher. 

Die schlechte Nachricht: Trotz der jüngsten Dollar-Schwäche gelang kein Ausbruch über den Widerstandsbereich um 1.800/10 USD. Auch die Abwärtstrendlinie im Tageschart muss nach wie vor als intakt erachtet werden. 

Es muss daher in den kommenden Handelstagen noch einmal eine technische Korrektur der jüngsten Kurserholung in den Bereich um 1.730/50 USD eingeplant werden. Dort stehen die Chancen dann aber nicht schlecht für den Beginn einer zweiten Kaufwelle Richtung 1.850 USD je Feinunze.

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Barrick Gold mit relativer Schwäche

Im Vergleich zum Goldpreis selbst haben sich die großen Minenwerte in den vergangenen drei Wochen relativ schwach entwickelt - Barrick Gold ist da keine Ausnahme.

Die Aktie hatte es in den vergangen Wochen nicht einmal in die Nähe des Junitiefs geschafft sondern scheiterte bereits deutlich unterhalb des Dezembertiefs. Der Bruch der Abwärtstrendlinie sollte nicht überinterpretiert werden, die Chartstrukturen bleiben hier tendenziell weiter bärisch zu interpretieren.

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Newmont Mining: Aktie bleibt fest in Bärenhand

Noch gruseliger sieht das Chartbild bei Newmont Mining aus: Der brutale Abwärtstrend im Tageschart seit dem jahreshoch vom April ist unverändert intakt. Die Stabilisierung beim Goldpreis reichte hier nur für eine Seitwärtskonsolidierung in den vergangenen drei Wochen.

Die gestiegenen Kosten der Minenunternehmen drücken hier unverändert heftig auf die Stimmung der Anleger. Die Konsolidierung der vergangenen drei Wochen bei Newmont ist als bärische Konsolidierung zu interpretieren. So lange den Käufern kein Tagesschluss oberhalb von 50 USD gelingt, wird eine weitere Verkaufswelle in den Bereich 39-40 USD präferiert für die kommenden Wochen.

Fazit: 

Das charttechnische Bild der Minenwerte ist im Vergleich zum Goldpreis selbst deutlich schlechter, entsprechend sollte man vorerst die Finger von den Goldminen lassen.

Erste spekulative mittelfristige Longpositionen im Gold bieten sich in einen möglichen Rücksetzer Richtung 1.730/50 USD an. Nach der impulsiven Erholung der vergangenen drei Wochen ist mittelfristig weiteres Aufwärtspotenzial Richtung 1.850 USD vorhanden. Unter 1.680 sollte das gelbe Metall nun nicht mehr abrutschen, ansonsten müsste man das präferierte mittelfristige Longszenario hinterfragen.

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