Autoaktien belasten Dax zum Handelsstart

Nach moderaten Vortagesgewinnen hat der Dax am Freitag wieder geschwächelt. Im frühen Handel verlor der deutsche Leitindex 0,11 Prozent auf 19.421,17 Punkte. Damit hat er seit Wochenstart rund 1,2 Prozent nachgegeben. Laut Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners ist die "große Dynamik am europäischen Aktienmarkt erst einmal raus" nach dem Dax-Rekord in der vergangenen Woche. Der Grundoptimismus der Anleger bleibe aber erhalten.
Am Vorabend hatte der Handel an den US-Börsen durchwachsenen geendet. "Die US-Wahlen strahlen bereits auf die Märkte ab und am Wochenende wird auch in Japan gewählt", kommentierte Marktbeobachter Andreas Lipkow. Daher agierten die Anleger eher zurückhaltend und vorsichtig. Auch Asien gab ein uneinheitliches Bild ab.
Mercedes Benz im Fokus
Bei den Einzelwerten steht vor dem Wochenende Mercedes-Benz im Fokus. Der Autobauer überzeugte im dritten Quartal zwar mit dem freien Barmittelzufluss, enttäuschte aber mit schwacher Marge in der Automobil-Kernsparte. Obwohl die Erwartungen an Mercedes nach der Gewinnwarnung im September laut Händlern niedrig gewesen seien, verloren die Aktien am Dax-Ende 2,5 Prozent.
Am Vortag wurden die Autowerte noch von ermutigenden Quartalsbilanzen von Tesla und Renault angetrieben. Am Freitag war der Autosektor jedoch europaweit der schwächste. BMW verloren 0,8 Prozent, Volkswagen gaben 0,5 Prozent nach.
Die Porsche AG stand zuletzt 0,3 Prozent im Minus. Der Sportwagenbauer wird nach Börsenschluss Quartalszahlen vorlegen. Auch Munich Re gehörten mit einem Abschlag von 1,2 Prozent zu den schwächsten Werten im Dax. Berenberg-Analyst Michael Huttner senkte die Einstufung für die Aktien des Rückversicherers auf "Hold". Nach einem Kursplus von rund 80 Prozent in den vergangenen zwei Jahren böten die Aktien nur noch begrenztes Aufwärtspotenzial.
K+S-Aktie profitiert
Im MDax profitierte Kaliproduzent K+S etwas von starken Zahlen des norwegischen Branchenunternehmens Yara und legte um 0,4 Prozent zu. Auch stabilere Kalidüngerpreise hatten Yara im dritten Quartal Rückenwind beschert. Aus Sicht der JPMorgan-Analysten konnten die Norweger die Erwartungen auf ganzer Linie übertreffen. (mit Material von dpa-AFX)