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Dax weiter im Wartemodus – Anleger meiden Risiken

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Die vergangene Woche war keine gute Woche für den Dax. Und Besserung scheint vorerst nicht in Sicht.

Dax weiter im Wartemodus – Anleger meiden Risiken

Nach dem jüngsten Dämpfer am deutschen Aktienmarkt könnte auch in der neuen Woche eine gewisse Ernüchterung unter Anlegern herrschen. Börsianer und Analysten rechnen überwiegend mit einer moderaten Korrektur. Die Berichtssaison neigt sich zwar langsam dem Ende entgegen, in der ersten Wochenhälfte dürften aber noch relativ viele Quartalsberichte für Aufsehen sorgen.

Nach dem “Schuss vor den Bug” müssten die Anleger nun wieder lernen, dass selbst die schönste Rally am Aktienmarkt keine Einbahnstraße sei, sagte Börsenexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Mit 13.500 Punkten habe der Dax das Ziel der erwarteten Jahresendrally wohl schon Anfang November erreicht. Nun könnte es bis Weihnachten in einer Handelsspanne zwischen 13.000 und 13.500 Zählern und einem zeitweisen Überschreiten der oberen Marke volatiler weitergehen, schätzt Saurenz.

Kaum verändert am Montag

Am Markt sei “Risikoaversion” spürbar, kommentierte Analyst Christian Schmidt von der Helaba. “Offensichtlich scheinen die Marktteilnehmer nun bereit zu sein, die erreichten Bewertungsniveaus kritisch nachzufragen.” Der Dax zeigte sich so zum Start in die neue Handelswoche nur wenig verändert. Mit Börseneröffnung am Montag notierte er 0,2 Prozent im Plus bei 13.150 Punkten.

In der vergangenen Woche hatte der deutsche Leitindex seine Rally zunächst mit einem Sprung auf ein Rekordhoch bei 13.525 Zählern fortgesetzt, bevor Anleger begannen, Kasse zu machen. Auf Wochensicht stand letztlich dann ein Minus von 2,6 Prozent zu Buche. Belastet hatten dabei teils durchwachsene Geschäftszahlen sowie ein etwas anziehender Eurokurs.

“Der Wind scheint sich allmählich zu drehen”, stellte Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba fest. Mittlerweile stünden selbst die bis zuletzt als Stützen der jüngsten Rally geltenden Einflussfaktoren auf dem Prüfstand: “Die Hoffnung auf ein zügiges Zustandekommen der US-Steuerreform, die Hoffnung, dass die Eurozone 2018 erneut einen Wachstumsrekord aufstellen wird, die Hoffnung, dass die Europäische Zentralbank ihre Anleihekäufe nur sehr langsam zurückfährt, die Hoffnung, dass der Preisdruck gering bleibt sowie die Hoffnung, dass geopolitische Risiken weiterhin keine Rolle spielen.”

Berichtssaison läuft aus

Nachdem die meisten Dax-Konzerne ihre Quartalsberichte vorgelegt haben, stehen in der frisch gestarteten Woche nun vor allem Unternehmen aus dem MDax, dem SDax und dem TecDax auf der Agenda. Zahlen legten am Morgen bereits die RWE -Ökostromtochter Innogy, der Versicherer Talanx und die Deutsche Pfandbriefbank vor.

Am Dienstag folgt der Höhepunkt mit den Geschäftsentwicklungen des Energiekonzerns RWE , der Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen, des Immobilienfinanzierers Aareal Bank, des Web-Dienstleisters United Internet, des Stahlkonzerns Salzgitter, des Windkraftanlagenherstellers Nordex, des Halbleiterherstellers Infineon, des Konsumgüterkonzerns Henkel und des Telekom-Dienstleisters Drillisch.

Für Mittwoch stehen die Zahlenvorlagen des Düngemittelkonzerns K+S, des Spezialchemieanbieters Lanxess, des Zahlungsabwicklers Wirecard, des Immobilienfinanzierers Deutsche Euroshop und des Autozulieferers Leoni auf der Agenda.

Daten zum BIP-Wachstum

Aus Konjunktursicht dürften die Investoren in der neuen Woche vor allem auf Daten zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und der Eurozone am Dienstag achten. Die Daten zum deutschen BIP für das dritte Quartal sollten nach einem sehr robusten ersten Halbjahr etwas schwächer ausfallen, glaubt Helaba-Expertin Claudia Windt.

Zudem stehen US-Inflationsdaten für Oktober auf der Tagesordnung: Am Dienstag die Erzeugerpreise, am Mittwoch die Verbraucherpreise. Sie dürften der Analystin zufolge die US-Notenbank aber kaum dazu bringen, von ihrer für Dezember anvisierten Zinserhöhung abzurücken.

onvista/dpa-AFX/Reuters
Foto: Deutsche Börse

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