DAX: Schaden nicht zu beziffern

BörseDaily

Der deutsche Leitindex DAX kratzte im gestrigen Handelsverlauf an der Marke von rund 10.000 Punkten, musste sich am Ende aber mit einem hohen vierstelligen Bereich zufriedengeben. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Weltwirtschaft ließe sich derzeit nicht verlässlich beziffern, heißt es oft.

Kein Wunder, dass die Börsen noch merklich mit angezogener Handbremse fahren, obwohl sich die Lage in China bereits wieder normalisiert, Daimler fährt seine Produktion hoch und auch Starbucks hat seine Läden wieder geöffnet. Doch da eine Pandemie weltumspannend verläuft und China bereits über den Berg zu sein scheint, geht es jetzt in Europa und anschließend in den USA ans Eingemachte. Ohne diese Abnehmerländer bringt auch das Hochfahren der Produktion in China nur wenig, die Handelsströme dürften noch auf unabsehbare Zeit gestört bleiben.

Aus dieser Gemengelage lässt sich trotz der vielen milliardenschweren Hilfen von Notenbanken und Regierungen rund um die Welt noch kein bullisches Bild für die Börsen zeichnen, da noch nicht einmal der aus dem Shutdown resultierende Schaden in keinerlei Weise beziffert werden kann. Aus technischer Sicht ist die aktuell laufende Erholungsbewegung zunächst noch als eine Gegenreaktion auf die vorausgegangenen 40 Prozent Kursverlust zu bewerten. Kurzfristig steht die Marke von rund 10.000 Punkte auf der Agenda, über das Niveau des 38,2 % Fibonacci-Retracements bei 10.371 Punkten dürfte der DAX aber nur mit großer Mühe zulegen.

Sollte es bei dem gestrigen Versuch bleiben die letzte Kurslücke zwischen 10.000 und 10.390 Punkten zu schließen, könnte dies ein Indiz für die Eintrübung der Stimmung unter Marktteilnehmern sein. Abgaben unter 9.500 Punkte dürfte in den DAX wieder in Richtung seiner kurzfristigen Unterstützungsmarken um 8.255 Punkten vorantreiben. Ein Bruch dieses Supports führt unweigerlich zu weiteren Abgaben auf 8.150 bzw. glatt 8.000 Punkte weiter abwärts.

Erste Wirtschaftsdaten trafen in der Nacht zum Donnerstag mit Zahlen zu Japans Dienstleistungspreisen (SPPI) aus Februar ein. In wenigen Minuten geht es mit dem GfK-Konsumklimaindex für April weiter, gefolgt vom Insee-Geschäftsklima (Gesamtindex) aus März Frankreichs um 8:45 Uhr. Zu 10:00 Uhr stehen die europaweite Geldmenge M3 per Februar, die Höhe der Kredite an den privaten Sektor per Februar und den EZB-Wirtschaftsbericht.

Die BoE rückt mit einem potenziellen Zinsschritt um 13:00 Uhr in den Fokus der Märkte, ab 13:30 Uhr stoßen die USA mit ersten Daten zu Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche hinzu, gefolgt vom endgültigen BIP Q4 und fortgesetzten Anträgen auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche. Zeitgleich stehen die Handelsbilanz für Waren aus Februar und vorläufige Großhandelslagerbestände aus Februar an.

DAX (Tageschart in Punkten) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 9.875 // 10.000 // 10.174 // 10.279 // 10.364 // 10.500
Unterstützungen: 9.500 // 9.201 // 9.102 // 9.000 // 8.728 // 8.650

Interessenkonflikt

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