DAX-Sektor Versorger: Bis hierher und nicht weiter!

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Zwischen Anfang 2010 und grob Mitte 2017 tendierte der Versorgungssektor Deutschlands klar abwärts, dabei ging es von 1.350 Punkten auf ein Verlaufstief von 383,11 Punkten abwärts. Von diesen Tiefständen konnte sich das Barometer mittlerweile wieder deutlich entfernen und einen mittelfristigen Aufwärtstrend etablieren. Doch die seit über vier Jahren laufende Aufwärtsbewegung steuert nun auf eine markante Widerstandszone aus den Jahren zwischen 2008 und 2012 zu. An dieser dürfte das Barometer nicht ohne Weiteres vorbeikommen, auch zeigen die Wertpapiere von E.ON und RWE ähnliche Kursmuster auf und dürften ebenfalls schon bald in eine Konsolidierung übergehen.

Letztes aufbäumen

Obwohl die Kursgewinne zu Beginn dieses Jahres noch einmal an Fahrt aufgenommen haben, stößt der DAX Sektor Versorger um 980 bis 1.000 Punkten an die beschriebene Hürde aus den letzten Jahren und dürfte an dieser Stelle wieder zur Unterseite abprallen. Ähnlich präsentiert sich das Bild bei den beiden genannten Versorgern aus dem DAX-Index, diese haben auch nur noch wenig Kurspotenzial abzuarbeiten, bevor es auch dort zu einem Pullback kommt. Natürlich könnte ein derartiges Szenario Investoren auf die Idee bringen, Short-Positionen aufzubauen. Diese sollten jedoch innerhalb des aktuellen Aufwärtstrendkanals aber nur mit größter Vorsicht genossen werden. Ein überraschender Ausbruch über 1.000 Punkte auf Wochenbasis würde hingegen zu einer überschießenden Welle in den Bereich von 1.046 Punkten aufwärts reichen können. Aber bereits um 1.100 Punkten befindet sich ein weiterer großer Widerstand und sollte spätestens an dieser Stelle das Barometer zurückwerfen. Solange der seit Ende 2015 bestehende Aufwärtstrend jedoch intakt ist, sind langfristig Bullen klar im Vorteil.

DAX-Sektor Versorger (Wochenchart in Punkten) Tendenz:
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 980,00 // 1.000 // 1.027 // 1.046 // 1.100 // 1.127 Punkte
Unterstützungen: 938,43 // 927,95 // 900,00 // 860,00 // 826,13 // 800,00 Punkte

Fazit

Eine mögliche Strategie könnte tatsächlich ein Short-Investment im Bereich von 1.000 Punkten darstellen, Ziele auf der Unterseite ließen sich dann um 927,95 und an den Jahreshochs aus Ende 2019 von 860 Punkten ableiten. Spätestens am EMA 50 (blaue Linie) bei aktuell 826 Zählern dürften aber wieder vermehrt Käufer in den Markt zurückkehren und für eine Stabilisierung sorgen. Für eine sinnvolle Verlustbegrenzung sollte aber noch ein eindeutiges Top-Muster abgewartet werden. Ansonsten würde sich ein Stopp noch über dem Niveau von grob 1.030 Punkten anbieten. Wer unbedingt auf einen fallenden Versorgungssektor setzen möchte, dem wird zu kleineren Handelsgrößen geraten.

Interessenkonflikt

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