Dax setzt Erholung im Fahrwasser der weiterhin lockeren Geldpolitik fort – SAP von Salesforce-Prognose gestützt, Chipmangel momentan kein Schrecken mehr für den Autosektor

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Dax setzt Erholung im Fahrwasser der weiterhin lockeren Geldpolitik fort – SAP von Salesforce-Prognose gestützt, Chipmangel momentan kein Schrecken mehr für den Autosektor

Die US-Notenbank hält zunächst an ihrer lockeren Geldpolitik fest und hat den Aktienmärkten damit Auftrieb verliehen. Der Dax rückte am Donnerstag den dritten Tag in Folge vor und schloss 0,88 Prozent höher bei 15 643,97 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann 0,79 Prozent auf 35 483,49 Punkte.

Die Federal Reserve (Fed) wird die Käufe von Wertpapieren in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar pro Monat fortsetzen. Zugleich signalisierte die Zentralbank, dass die Käufe demnächst zurückgefahren werden könnten. „Insgesamt ist der Zinsausblick, aber noch mehr die klare und frühzeitige Kommunikation der Fed als positiv für die Kapitalmärkte zu werten“, kommentierte Chefinvestor Achim Stranz von Axa Investment.

Notenbanken: Ein Ende der lockeren Geldpolitik ist am Horizont erkennbar - Federal Reserve skizziert groben Zeitplan

Die Aktien des Softwarekonzerns SAP reagierten mit plus 1,4 Prozent positiv auf eine vom US-Konkurrenten Salesforce erhöhte Umsatzprognose. Technologiewerte profitierten europaweit vom weiter vorteilhaften Zinsumfeld. Infineon stiegen um 2,9 Prozent und Aixtron als größter Gewinner im MDax um 3,2 Prozent.

Umsatz- und Gewinnwarnungen des französischen Autozulieferers Faurecia und auch des deutschen Lichtspezialisten Hella , der von Faurecia übernommen wird, hielten die Anleger nicht von Käufen im Autosektor ab. Der Grund für die pessimistischeren Prognosen ist der fortdauernde Chipmangel, der die Autoproduktion ausbremst. In den Aktienkursen ist das Problem inzwischen aber wohl eingepreist. So stiegen denn auch Continental unter den größten Dax-Gewinnern um 2,5 Prozent. Auch eine gestrichene Kaufempfehlung der Bank of America belastete den Kurs nicht. Auch Daimler und Volkswagen legten zu. Nur BMW schwächelten.

Studie: Chipmangel in der Autoindustrie könnte den weltweiten Umsatz um 210 Milliarden Dollar drücken

Aktien von Uniper stiegen um 3,1 Prozent und auf ein Rekordhoch. Die Metzler Bank riet zum Kauf der Papiere und argumentierte mit der Expertise des Versorgers in der Gasverstromung. Mit einem Plus von fast elf Prozent machten im Nebenwerteindex SDax die Aktien des Biokraftstoffherstellers Verbio den Vortageseinbruch fast wieder wett. Die Investmentbank Stifel schraubte das Kursziel für Verbio deutlich nach oben.

Auch an den anderen Börsen Europas stiegen die Kurse. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone legte um gut ein Prozent und auch die Pariser Börse meldete ein Plus von einem Prozent. Der kräftige Anstieg des britischen Pfund bremste hingegen die Kurse in London, der FTSE 100 trat praktisch auf der Stelle. Die Bank of England hat erneut vorsichtige Signale für eine geldpolitische Straffung gegeben, was das Pfund nach oben trieb. Eine aufwertende Heimatwährung kann die internationalen Wettbewerbschancen der Unternehmen schwächen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte am Abend um eineinhalb Prozent zu.

Der Euro erholte sich von seinen Kursverlusten vom Vorabend. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1737 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1715 (Mittwoch: 1,1729 Dollar) festgesetzt.

Am Anleihenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,38 Prozent am Vortag auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 144,86 Punkte. Der Bund-Future fiel am Abend um 0,59 Prozent auf 170,73 Punkte.

Weitere Themen des Tages:

Evergrande: Zinszahlung wohl gesichert, aber Großaktionär steigt komplett aus - Aktie reduziert das Kursplus deutlich

Salesforce: Langfristige Prognose angehoben - Anleger sind erfreut

Jerome Powells Hintertür wird ein Stück größer - neue US-Arbeitsmarktdaten sind schlechter als erwartet

Uniper: Bankhaus Metzler gibt Kaufempfehlung und treibt Aktie wieder in die Nähe des Rekordhochs

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Vitesco: Attraktives Wachstumsprofil aber zunehmende Konkurrenz und sich verändernde Trends - Kepler bleibt skeptisch

onvista/dpa-AFX

Titelfoto: Imagentle / Shutterstock.com

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