Börsenpanik in China: Wie geht es weiter?

DER AKTIONÄR

Monatelang war es eine Traumhausse, doch nun kommt das bittere Erwachen. Die Kurse in China brechen seit Wochen ein, Billionen an Börsenwert sind vernichtet, etliche Aktien sind vom Handel ausgesetzt. Von Entwarnung keine Spur, meint die Deutsche Bank.

Die chinesische Regierung hat mit radikalen Maßnahmen den Kursverfall an den Aktienmärkten vorerst gestoppt. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom Festland legte zuletzt 2,4 Prozent auf 3.752 Punkte zu, nachdem er im frühen Handel noch deutlich gefallen war. Der breitere Shanghai Composite stieg um 1,3 Prozent auf 3.552,78 Punkte.

In der Nacht auf Donnerstag hatten Chinas Aufsichtsbehörden neue, drastische Maßnahmen verkündet. So dürfen Anteilseigner, die Beteiligungen von mehr als fünf Prozent an einem Unternehmen halten, ihre Aktien in den nächsten sechs Monaten nicht veräußern. Damit solle die "Stabilität an den Kapitalmärkten gewahrt" werden.

Die Regierung und Notenbank versuchen seit einiger Zeit verzweifelt, den Kursverfall von rund einem Drittel seit Mitte Juni zu bremsen. Der Marktwert der an den chinesischen Börsen notierten Unternehmen sank dabei um rund 3,9 Billionen Dollar.

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