DAX Analyse : Man weiß ja nie …

ING Markets

Tagesanalyse: "Alles kann – aber nichts muss." Das trifft für die Börse noch mehr zu als für das "normale Leben" - und insbesondere für die aktuelle Situation. Niemand kann auch nur ansatzweise abschätzen, ob und wann der Militärschlag gegen Syrien beginnen wird, ob er wirklich zeitlich begrenzt sein wird und ob die Lage dann tatsächlich effektiv beruhigt wird oder im Gegenteil eskaliert. Und der Einfluss auf die Weltwirtschaft wäre natürlich durch die Hintertür eines im Fall eines Scheiterns der Interventionen deutlich steigenden Ölpreises durchaus real. Die Nachrichten aus dem Weißen Haus ließen am Donnerstagabend noch nicht erkennen, ob, wann und wie die USA handeln werden. Und wenngleich die erneute, zumindest zeitweilige Kaufneigung in den USA klar machte, dass man im Vorfeld gleich mal vom Schlimmsten ausgegangen war und diese Übertreibung nun zu korrigieren versucht, so sah man beim DAX dennoch einen Balanceakt, bei dem nicht zuletzt an den geringen Umsätzen deutlich wurde, dass sich hier niemand auf dem falschen Fuß erwischen lassen will. Denn in den USA bleiben die Börsen am Montag wegen eines Feiertags geschlossen und auch, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass die Welt außerhalb Syriens am Montag plötzlich ganz anders aussieht, außerordentlich gering ist, so werden sich viele gesagt haben: Man weiß ja nie! Und so sah dann auch das Ergebnis des Handelstages aus. Es gelang zwar, den erneuten Versuch, die untere Begrenzung des Juni-Aufwärtstrendkanals (aktuell bei 8.161 Punkten) zu durchbrechen, zu vereiteln. Auf der anderen Seite jedoch blieb der DAX jederzeit klar unterhalb der für eine kurzfristige Entwarnung zu überwindenden Widerstandszone 8.215/8.235 Punkte. Damit ist nun eine winzige "neutrale Zone" entstanden. Und selbst wenn der DAX diese schmale Spanne am heutigen Freitag verlassen sollte, so ist noch ungewiss, ob er am Montag im Falle eines Militärschlags über oder unter diesem Bereich eröffnen wird. Sich nun wagemutig im Vorfeld des Wochenendes auf ein bullishes oder bearishes Szenario zum Wochenstart festzulegen, wäre daher Unsinn. Dementsprechend ist die vernünftigste Lösung, die noch kleine Short-Position, die nach dem Ausbruch aus der wochenlangen Seitwärtsspanne des DAX nach unten eingegangen wurde, zu halten, diese aber zunächst nicht auszubauen und mit einem konsequent engen Stoppkurs von 8.245 Punkten auf Schlusskursbasis zu versehen, der somit knapp oberhalb der Widerstandszone 8.215/8.235 Punkte platziert ist.

Widerstände: 8.215 / 8.235 / 8.340 / 8.415 / 8.457 / 8.526 / 8.558

Unterstützungen: 8.161 / 8.151 / 8.074 / 7.909 / 7.730 / 7.655

Weitere Informationen zur DAX Analyse erhalten Sie im Morning Call von heute Morgen hier:

ProduktauswahlShorts DE000NG0H250 und DE000NG0H3D5 Longs DE000NG0LUG8 und DE000NG0SWN5
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